Insbesondere die Behörden hätten laut Lemke gegen die Verschmutzungen energischer handeln müssen. „Es gab in Polen Behörden, die dachten, dass alles nicht so schlimm werden würde. Auf polnischer Seite hat die Meldekette leider nicht funktioniert“, führte Lemke aus.
Giftige Alge verbreitet sich erneut entlang der Oder
Im vergangenen Sommer war es in der Oder zu einem massenhaften Fischsterben gekommen. Experten in Deutschland und Polen kamen zu dem Schluss, dass höchstwahrscheinlich die toxische Wirkung der Algenblüte den Tod der Fische verursacht hatte. Die Algen sollen sich auch wegen der Salzeinleitungen besonders stark verbreitet haben.
Lehren aus dem Fischsterben: Die Oder soll den Rechtsstatus einer Person erhalten
Oder-Fischsterben: Ursache wohl endgültig geklärt
Wie der Spiegel berichtet, vermehrte sich schon im Frühjahr in zwei polnischen Stauseen entlang der Oder die Goldalge Prymnesium parvum wieder. Bei hohen Temperaturen gedeiht sie rasant und kann unter bestimmten Bedingungen ein Gift freisetzen. Die polnische Regierung drücke sich davor, die Bergbauindustrie in Verantwortung zu nehmen, die für die Leitung salziger Abwässer in die Oder verantwortlich ist, so der Spiegel weiter.
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