JÜTERBOG. Der Großteil der rund 200 Feuerwehrleute ist wieder abgezogen. Der große Waldbrand auf einem früheren Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Teltow-Fläming), der erst nach fast 30 Stunden unter Kontrolle gebracht werden konnte, ist gelöscht. Etwa 20 Einsatzkräfte beobachteten gestern noch das Gelände. "Es besteht die Gefahr, dass der Wind das Feuer wieder entfacht", sagte Landkreis-Sprecherin Martina Krüger. Ein kleinerer Brand, der gestern ausbrach, konnte schnell gelöscht werden.Der Großbrand, der am Montagnachmittag von Überwachungskameras entdeckt wurde, beunruhigte die Feuerwehr mehr. Zeitweilig hatten die sich schnell ausbreitenden Flammen eine Fläche erfasst, die so groß wie 300 Fußballfelder war. Die Löscharbeiten gestalteten sich besonders schwierig, weil das Gelände stark munitionsbelastet ist und nicht betreten werden darf. So ruhten die Hoffnungen auf vier Bundeswehr-Helikoptern, die von oben Wasser abwarfen. Ein Pionier- und ein Bergepanzer der Bundeswehr schoben gestern noch Schneisen am Rande der Brandfläche, um dort künftig das Ausbreiten von Waldbränden zu erschweren.Der frühere Schießplatz, der heute der Stiftung Naturlandschaften sowie der Brandenburgischen Bodengesellschaft gehört, ist eine der größten Konversionsflächen im Land. Teile der gesperrten Heidefläche, die immer wieder von Birken- und Kiefernwildwuchs unterbrochen ist, gelten bei Brandschützern als äußerst gefährlich. Aus Kaiser- und Wehrmachtszeiten sowie von den dort bis Anfang der 90er-Jahre stationierten sowjetischen Truppen stammen die unbekannten Mengen von Panzerspreng-, Artillerie- und Handwaffenmunition, die sich irgendwo im Boden befinden. Das Betreten ist mit Lebensgefahr verbunden. Eine flächendeckende Munitionsberäumung würde nach Schätzungen einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. (sj.)------------------------------Foto: Erst nach 24 Stunden bekam die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]