Der Flüchtlingsrat Berlin hat dem Senat Versagen bei der Unterbringung von Asylbewerbern in private Mietwohnungen vorgeworfen. „Sammelunterkünfte dürfen nur als kurzfristige Notlösung dienen, um Obdachlosigkeit zu vermeiden“, sagte Flüchtlingsratssprecher Georg Classen am Freitag. Oberste Priorität müsse bleiben, den Flüchtlingen den schnellen Einzug in eine Wohnung zu ermöglichen. Derzeit leben nach Angaben der Sozialverwaltung rund 14 000 Menschen in Berlin, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Rund 6 000 von ihnen sind in Not- oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Dem Flüchtlingsrat zufolge hat sich der Anteil der in Sammelunterkünften lebenden Flüchtlinge in den vergangenen Jahren von etwa 15 auf fast 50 Prozent erhöht. (epd)
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