Politik

„Wirklich nicht zu viel verlangt“: Auch Markus Söder fordert Mehrarbeit

In der Debatte um die Forderungen nach mehr Arbeit mischt sich jetzt auch der bayerische Ministerpräsident ein. Die Forderungen des Kanzlers unterstützt er.

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Arbeitnehmer in Deutschland dazu aufgefordert, insgesamt mehr zu arbeiten. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ sagt der CSU-Chef am Sonntagabend: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche würde uns enorm viel Wirtschaftswachstum bringen und ist wirklich nicht zu viel verlangt.“

Söder unterstützte zudem die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die telefonische Krankschreibung abzuschaffen.

Söder kritisiert hohen Krankenstand

Er fände auch die Einführung eines sogenannten Karenztages bei Krankheit gut, sagte Söder weiter. Für Arbeitnehmer würde das bedeuten, dass sie am ersten Krankheitstag keinen Lohn bekämen. „An Brückentagen ist Deutschland immer etwas kranker als wann anders“, sagte Söder.

Mitte Januar hatte der Bundeskanzler den seiner Ansicht nach zu hohen Krankenstand in Deutschland kritisiert. Die Beschäftigten in der Bundesrepublik kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage, sagte der CDU-Politiker bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bad Rappenau bei Heilbronn. „Das sind fast drei Wochen in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten. Ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig?“

Derweil sorgt ein Vorstoß des CDU-Wirtschaftsrats für Wirbel. Dem Unternehmensverband, der keine Gliederung der Partei, sondern ein CDU-naher Interessenverband von Unternehmern und Führungskräften ist, zufolge sollen Behandlungen beim Zahnarzt sollen nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bezahlt werden.

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Die Agenda für Arbeitnehmer sieht noch weitere Reformen des Sozialsystems vor. Arbeitslosengeld soll es laut den Vorschlägen des CDU-Wirtschaftsrates grundsätzlich nur noch ein Jahr lang geben, Mütterrente und Rente mit 63 gestrichen werden. (mit AFP)

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