„Winzige Knochen“

Forscher entdecken Mini-Dinosaurier in spanischer Provinz

Forscher entdecken in der spanischen Provinz Burgos Reste eines sehr kleinen Dinosauriers, den sie Foskeia pelendonum nannten.

Torsten Harmsen
Torsten Harmsen
2 Min

Dinosaurier waren die größten Landlebewesen der Erdgeschichte. Manche der pflanzenfressenden Sauropoden – auch „Langhälse“ genannt – maßen 35 Meter und mehr. Das entspricht etwa der Länge eines Airbus A320 oder der Höhe eines zehnstöckigen Wohnhauses. Der Argentinosaurus soll so viel gewogen haben wie zwölf große Elefanten.

Wie putzig nimmt sich dagegen ein Dinosaurier aus, der einem aufgerichtet gerade bis zum Knie reichen würde.  Die Überreste eines solchen Mini-Sauriers – von mindestens fünf Individuen – haben Forscher in Nordspanien entdeckt, in der Provinz Burgos. Von der Schnauze bis zur Spitze seines langen Schwanzes maß er gerade mal einen guten halben Meter. Viele Dackel werden da durchaus länger.

„Wir wussten sofort, dass diese Knochen ungewöhnlich waren, weil sie so winzig waren“, sagt Fidel Fernández-Baldor vom Dinosaurier-Museum in Burgos, der die Saurierart mit seinem Team jetzt genau beschrieb und sie Foskeia pelendonum nannte, wie das Fachjournal Papers in Palaeontology berichtet.

Die Vögel stammen nicht von der neu entdeckten Saurierart ab

Das Tier soll vor etwa 120 Millionen Jahren gelebt haben. Es lief offenbar sehr flink auf zwei Beinen und fraß Pflanzen, die es gut kauen konnte. Als es lebte, war der Superkontinent Pangäa bereits zerfallen. Langsam begannen sich die heutigen Kontinente zu bilden. Es herrschte ein sehr heißes und feuchtes Treibhausklima. Der Fund soll wissenschaftlich bedeutsam sein, da er eine 70 Millionen Jahre alte Lücke in der Evolution einer spezifischen Gruppe (Klade) pflanzenfressender Dinosaurier schließt, wie es heißt.

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Kann man solche Mini-Geschöpfe überhaupt Dinosaurier nennen? Ja, denn sie zeigen die Merkmale, die alle Dinosaurier eint: als landlebende, eierlegende Reptilien mit direkt unter dem Körper angebrachten Beinen (nicht seitlich wie bei Echsen oder Krokodilen), mit gemeinsamen Vorfahren und bestimmten anatomischen Besonderheiten, etwa dem offenen Hüftgelenk, das den aufrechten Gang ermöglichte.

Die Tiere der Art Foskeia pelendonum gehörten zu den Vogelfußdinosauriern (Ornithopoda). Ihre dreizehigen Hinterfüße erinnern an die enge Verwandtschaft zwischen Dinosauriern und Vögeln. Ebenso ihre zweibeinige Lebensweise und ihre geringe Größe.

Aber der Name irritiert. Die Vögel selbst stammen nicht von ihnen ab. Diese entwickelten sich aus einer ganz anderen Linie, nämlich den Maniraptora, kleineren, zweibeinigen, gefiederten Sauriern aus der Gruppe der Theropoden.

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