Impfung der Über-80-Jährigen entlastet Intensivstationen kaum
Ändern würde sich die Prognose, sollte eine mutierte Variante des Coronavirus auftauchen, die weitgehend unempfindlich gegen die Impfung ist. „Das würde uns um einige Wochen oder Monate zurücksetzen“, sagte Priesemann. In ihren Modellberechnungen haben die Göttinger Forscher angenommen, dass es keine sogenannte Escape-Variante gibt.
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„Es ist eine Illusion zu denken, wir öffnen jetzt früher und haben nur etwas mehr Fälle“, erklärte Priesemann. Es sei leider so, dass die Impfung der Über-80-Jährigen nicht reicht, um die Intensivstationen ausreichend zu entlasten. Jeder Jüngere habe nur ein einprozentiges oder geringeres Risiko, auf die Intensivstation zu müssen. „Das Problem ist einfach die schiere Anzahl“.
Blick auf Corona-Lage im Herbst ist offen
Zudem gebe es mehrere Aspekte zu beachten: So seien selbst mit einer Impfung schwere Krankheitsverläufe möglich. Nicht jeder nehme ein Impfangebot an. Kinder würden nicht geimpft und könnten als eine Art Reservoir für Viren fungieren und weitere Menschen anstecken, listete Priesemann Beispiele auf. „Das Impfen ist nicht perfekt.“
Offen sei mit Blick auf den Herbst, ob die Immunität nach einer Impfung im Laufe der Zeit nachlässt. Hierauf gebe es erste Hinweise, sagte Priesemann. Zudem ändere sich dann das Wetter wieder und könne die Verbreitung des Virus begünstigen.
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