Die jüngere Vergangenheit bei WM-Turnieren war für die spanische Nationalmannschaft wahrlich nicht von Erfolg gekrönt. 2014 in Brasilien ereilte den damaligen Titelverteidiger schon in der Vorrunde gegen die Niederlande und Chile das Aus. Vier Jahre später war im Achtelfinale gegen Gastgeber Russland Schluss und bei der Winter-WM in Katar scheiterten die Iberer ebenfalls in der Runde der letzten 16 Mannschaften an Marokko. Jetzt sind sie dem zweiten Triumph beim größten Fußballturnier der Welt ganz nah.
Im Halbfinal-Duell zweier Giganten bezwang die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente die favorisierten Franzosen mit 2:0 (1:0). Mikel Oyarzabal (22./Foulelfmeter) und Pedro Porro (58.) erzielten im AT&T Stadium in Dallas die Tore für den amtierenden Europameister. Am Sonntag wartet nun im Finale der Sieger des zweiten Halbfinals, das am Mittwoch England und Argentinien austragen. Frankreich kann die WM am Tag zuvor im Spiel um Platz 3 noch halbwegs versöhnlich beenden.
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Während Frankreich sich im Lauf des Turniers mit begeisterndem Offensivfußball als Favorit herauskristallisiert hatte, war vom spanischen Zauber vergangener Jahre noch nicht viel zu sehen gewesen. Im Achtelfinale gegen Portugal (1:0) und im Viertelfinale gegen Belgien (2:1) hatte das Team jeweils ganz späte Tore von Joker Mikel Merino benötigt, um eine Runde weiterzukommen.
Digne erlaubt sich üblen Aussetzer
Frankreich war nach Erfolgen in der K.O.-Runde gegen Schweden (3:0), Paraguay (1:0) und Marokko (2:0) quasi ohne jeden Makel ins Halbfinale gestürmt. An der spanischen Defensive biss sich das Starensemble um Kylian Mbappé allerdings über 90 Minuten die Zähne aus. Spanien war schon zu Beginn aggressiver in den Zweikämpfen und hatte offensiv Glück, dass sich Frankreichs Linksverteidiger Lucas Digne Mitte der ersten Halbzeit im eigenen Strafraum einen üblen Aussetzer erlaubte. Spaniens Youngster Lamine Yamal brachte er in einer eigentlich ungefährlichen Situation zu Fall. Oyarzabal verwandelte den fälligen Strafstoß sicher.
Auch nach der Pause hatte Spanien gegen träge Franzosen alles im Griff. Pedro Porro veredelte einen simplen Doppelpass mit Dani Olmo nach knapp einer Stunde zum 2:0-Endstand. Darauf fand die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps in dessen letztem Turnier als Cheftrainer der Franzosen keine Antwort mehr.
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