Missbrauchsskandal

Frankreich: Studie zählt 330.000 Missbrauchsopfer in katholischer Kirche

Französische Bischöfe geben sich geläutert angesichts der hohen Zahl. Die Opfer fordern Entschädigung in Milliardenhöhe.

Team News dpa/dak
1 Min
Der Schatten eines Priesters, der ein Kreuz trägt (Symbolbild).

Der Schatten eines Priesters, der ein Kreuz trägt (Symbolbild).

© dpa/Luca Bruno

„Die Zahlen sind erschütternd und können nicht folgenlos bleiben“, sagte der Kommissionspräsident. Die Opfer hätten Leiden, Isolation und oft auch Scham und Schuldgefühle erlitten. Knapp die Hälfte von ihnen litten auch nach vielen Jahren noch unter den Folgen.

Bischöfe wollen handeln – Opfer wollen Entschädigung

Die französische Bischofskonferenz kündigte nach der Veröffentlichung der Studie Konsequenzen an. „Angesichts so vieler zerrütteter, oft zerstörter Leben schämen wir uns und sind entrüstet“, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Éric de Moulins-Beaufort. Man werde alle erforderlichen Schritte einleiten, damit sich ein solcher Skandal nicht wiederhole. Auf der Sitzung der Kirchengremien im November sollten Maßnahmen getroffen werden.

Der Gründer des Opferverbandes „La Parole Libérée“, François Devaux, mahnte die Kirche: „Sie müssen für alle diese Verbrechen bezahlen.“ Dabei werde es um Milliardensummen gehen.

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