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Polizei Berlin ermittelt

Transfrau auf dem Alex verbrannt: Nun wurde ihr Grab geschändet

Eine Transfrau zündete sich im September vor dem Kaufhof am Berliner Alexanderplatz selbst an. Nun wurde die Totenruhe gestört, die Polizei ermittelt.

Christian Gehrke Team News chg
2 Min
Der Vorfall ereignete sich direkt vor der Galeria-Kaufhof-Filiale am Alexanderplatz (Archivbild).

Der Vorfall ereignete sich direkt vor der Galeria-Kaufhof-Filiale am Alexanderplatz (Archivbild).

© Benjamin Pritzkuleit

Ein Zeuge hatte laut Polizeimitteilung gegen 13 Uhr an dem Grab der Frau Gegenstände festgestellt, die einen Bezug zu den Todesumständen der Verstorbenen herstellten und das Andenken an sie verunglimpften. Unbekannte hatten auf und neben dem Grab einen Kanister und einen Feuerlöscher abgelegt, so die Polizei.

Die Gegenstände wurden sichergestellt. Da der Verdacht einer transfeindlichen Motivation für die Straftat, der Störung der Totenruhe und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener besteht, hat ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes die weiteren Ermittlungen übernommen.

Totenruhe offenbar an zwei Tagen gestört

Der Lesben-und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) geht davon aus, dass das Grab der Frau am 1. und am 4. Januar geschändet wurde. Der Verband erstattete Anzeige bei der Polizei. „Wir sind erschrocken und zornig, dass die transfeindliche Gewalt nach ihrem Tod weitergeht. Der Anblick ihres geschändeten Grabes ist unerträglich“, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung.

Ein Angriff auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) sei immer auch ein Anschlag auf „unsere Grundwerte und das Herz unserer Demokratie“, so der LSVD.

Hilfe-Nummern

Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Sonnabend nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de.

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de
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