Eine Frau hat nach einem Friseurbesuch in Italien 100.000 Euro gewonnen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, wurde der Kassenbon einer Kundin eines Friseursalons in Grosseto bei der sogenannten „Lotteria degli scontrini“, einer Beleglotterie, ausgelost. Die Frau hatte für 46 Euro ihre Haare stylen lassen und mit einer Bankkarte bezahlt.
Die 2021 eingeführte italienische Beleglotterie soll laut einem Bericht des Corriere della Sera elektronische Zahlungen fördern. Demnach benötigen Kunden dafür einen persönlichen Lotteriecode, den sie bei teilnehmenden Händlern beim Bezahlen vorzeigen. Der Einkauf muss elektronisch bezahlt werden.
Die Kunden müssen zudem volljährig sein und ihren Wohnsitz in Italien haben. Für jeden ausgegebenen Euro wird dem Bericht zufolge ein virtuelles Los vergeben. Monatlich werden nach Angaben der Zeitung unter anderem zehn Gewinne von jeweils 100.000 Euro ausgelost.
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Wer ist die Gewinnerin?
Bei der Gewinnerin handelt es sich um eine ehemalige Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Alter von etwa 70 Jahren, die anonym bleiben wollte, berichtete Corriere Fiorentino, eine Regionalausgabe des Corriere della Sera. Der Zeitung zufolge will sie das gewonnene Geld für eine Weltreise verwenden.
Im April ließ sie sich dem Bericht zufolge die Haare machen und bezahlte mit ihrer Bankkarte. Zu diesem Zeitpunkt dachte offenbar niemand mehr an die mit den Kassenbons verbundenen Gewinne. Ende Mai erhielt der Friseur dann eine zertifizierte E-Mail mit der Nachricht über den Gewinn.
Zunächst vergessene Initiative
„Als die Lotterie ins Leben gerufen wurde, war es genau diese Dame, die mich dazu drängte, an der Initiative teilzunehmen, die ich, um ehrlich zu sein, dann selbst wieder vergessen hatte – vielleicht sogar sie auch“, sagte der Friseur laut dem Bericht.
Der Lotteriecode der Kundin war in dem Geschäft hinterlegt, berichtete die Zeitung Il Tirreno. Damit nahm sie auch weiterhin an der Lotterie teil. Nicht nur die Kundin, sondern auch der Friseur erhält Geld. Laut Ansa bekommt er 20.000 Euro, weil sein Kassenbon mit dem Gewinnlos verbunden ist.
Als er Ende Mai eine Mitteilung der zuständigen Behörde erhielt, habe er zunächst mit schlechten Nachrichten gerechnet, erklärte der Friseur laut Corriere Fiorentino. Er habe die Nachricht außerdem zunächst nicht bemerkt, weil die für die Verwaltung zuständige Mitarbeiterin zu diesem Zeitpunkt nicht da war. Erst einige Wochen später habe die Kundin ihn darauf hingewiesen, seine zertifizierte elektronische Post zu überprüfen.
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