Terror

Frauen als „vergammeltes Fleisch“ – die bizarren Posts des Flydubai-Co-Piloten

Flydubai-Co-Pilot Hamam al-Hammami: Was mehr als 3000 gelöschte Tweets über seinen Frauenhass und seine Jugend im syrischen Bürgerkrieg verraten.

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Flydubai war die wichtigste Verbindung zwischen Dubai und Tel Aviv. Seit dem Angriff im Cockpit hat die Airline die Strecke ausgesetzt. (Symbolbild)

Flydubai war die wichtigste Verbindung zwischen Dubai und Tel Aviv. Seit dem Angriff im Cockpit hat die Airline die Strecke ausgesetzt. (Symbolbild)

© Jack Guez/AFP

Mit 25 lebte Hamam al-Hammami noch bei seinen Eltern und spekulierte mit Kryptowährungen. Auf Twitter nannte er Frauen laut Financial Times „vergammeltes Fleisch“. Vier Jahre später soll er versucht haben, ein Passagierflugzeug auf Tel Aviv zu lenken.

Ende September saß al-Hammami als Co-Pilot in einer Flydubai-Boeing von Dubai nach Tel Aviv. Nach Angaben des emiratischen Generalstaatsanwalts griff er den Kapitän Smit Machchhar mit der Notfallaxt an und wollte die Maschine unter seine Kontrolle bringen. Der verletzte Inder konnte die Cockpittür öffnen, Passagiere und Besatzung überwältigten den Angreifer. Das Flugzeug mit 174 Passagieren, die meisten Israelis, landete im saudischen Tabuk. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sprechen von einem versuchten Terroranschlag und halten al-Hammami in Gewahrsam.

Öffentliche Informationen über al-Hammami sind rar. Sein Twitter-Konto und sein LinkedIn-Profil sind gelöscht. Die Financial Times (FT) fand mehr als 3000 Beiträge des heute 29-Jährigen aus der Zeit von Ende 2021 bis Herbst 2022 in einem Internetarchiv und glich die biografischen Angaben darin mit seinem Lebenslauf ab. Die Tweets sind auf Arabisch verfasst, die FT gibt sie auf Englisch wieder.

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