In den neuen Bundesländern liegt die durchschnittliche Altersrente bei rund 1350 Euro monatlich – im Westen sind es nur etwa 1160 Euro. Der Abstand von 190 Euro zugunsten des Ostens geht vor allem auf die Erwerbsbiografien ostdeutscher Frauen zurück, wie aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung für das Rentenjahr 2024 hervorgeht.
Die höchsten Renten werden in Brandenburg, Sachsen und Ost-Berlin gezahlt, wo der Durchschnitt bei 1433 Euro liegt. Der Hauptgrund für das Gefälle: Frauen im Osten beziehen im Schnitt 1218 Euro, im Westen dagegen nur 861 Euro – eine Differenz von 357 Euro. In der DDR lag die Frauenerwerbsquote bei rund 90 Prozent, Vollzeitarbeit war die Norm, flächendeckende Kinderbetreuung ermöglichte lückenlose Berufsbiografien.
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Im Westen arbeiteten Mütter häufig in Teilzeit oder setzten jahrelang aus, wie die Bundeszentrale für politische Bildung erläutert. Bei Männern sind die Ost-West-Unterschiede mit rund 14 Euro minimal.
Seit Juli 2023 gilt bundesweit derselbe Rentenwert – die formale Angleichung ist abgeschlossen. Allerdings verzerren statistische Effekte das Bild: Im Westen wechseln viele Gutverdiener in berufsständische Versorgungswerke und drücken so den gesetzlichen Durchschnitt, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung anmerkt.
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