Musikgeschichte

Free Jazz in der DDR: Wie Musiker Freiräume trotz staatlicher Kontrolle schufen

Der Jazz in der DDR wurde bekämpft, geduldet und gefördert. Seine Geschichte zeigt, wie kulturelle Freiräume entstehen – und an welche Grenzen staatliche Kontrolle stößt.

Jens Schade
7 Min
Junge Besucher verfolgen 1982 ein Jazzkonzert im Haus der Jungen Talente in Ost-Berlin. In den 1980er-Jahren entwickelte sich das Haus zu einem wichtigen Spielort für avantgardistischen Jazz.

Junge Besucher verfolgen 1982 ein Jazzkonzert im Haus der Jungen Talente in Ost-Berlin. In den 1980er-Jahren entwickelte sich das Haus zu einem wichtigen Spielort für avantgardistischen Jazz.

© Ilse Ruppert/imago

Im Sommer 1981 versammelten sich in Peitz mehrere tausend Menschen aus allen Teilen der DDR. Auf der Festwiese an den Karpfenteichen wurde Free Jazz gespielt: unberechenbar, mitunter sperrig und ohne vorgegebenen Verlauf. Was 1973 als kleine Veranstaltungsreihe im örtlichen Kino begonnen hatte, war zu einem Festival von internationalem Rang geworden. Die Besucher nannten es „Woodstock am Karpfenteich“.

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