Selten ruft ein „Tatort“ solch starkes Mitgefühl für eine Täterin hervor wie dieser Freiburger Fall. Schauplatz ist, wie schon mal vor einem Jahr, die Seilbahn „Schauinsland“. Als die Bahn im Hochsommer ins Tal hinabfährt und die Luft in der Kabine immer stickiger wird, gerät die hochschwangere Nina (Pina Bergemann) in Atemnot. Ihr Freund Sven (Benjamin Lillie) bittet einen Fahrgast inständig, das Fenster zu öffnen. Doch der feiste Ignorant schlägt es immer wieder zu. In Panik versucht Nina, mit dem Nothammer die Scheibe zu öffnen – und trifft dabei den Typen, der das Öffnen blockiert hat, heftig am Kopf. Nur Sekunden des Kontrollverlustes, der Unbeherrschtheit reichen also wieder aus, um ein fremdes Leben zu beenden – man erinnert sich an den tödlich endenden Streit um einen Parkplatz in Berlin-Wedding.
TV-Kritik
Freiburger „Tatort: Die große Angst“: Deshalb ist der heutige Fall besonders
Hier wird kein Mörder gesucht, sondern im Schwarzwald muss ein panisches Paar gerettet werden – vor sich selbst und vor einem Mob. Das macht einen großartigen Tatort.
4 Min
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Junge Mütter unter Druck: Steffi (Lucia Schulz, li.) berichtet Franziska Tobler (Eva Löbau).
© SWR Presse/Bildkommunikation
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