Kehrtwende im Prozess gegen eine angeklagte Mutter. Am Freitag folgt der Vorsitzende Richter Wulf Burchards den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Anwältin der Angeklagten in seinem Urteil mit einem Freispruch. Laut Anklage soll die Frau ihre minderjährige Tochter über einen Zeitraum von drei Jahren missbraucht und Männern zum sexuellen Missbrauch angeboten haben.
Staatsanwältin Daniela Hiemer betonte in ihrem Plädoyer die schwierige Ausgangssituation, es stehe Aussage gegen Aussage. In diesem Fall müssten nach richterlichen Grundsätzen höchste Ansprüche an die Zeugin gestellt werden. Als wichtige Aspekte nannte sie die Konsistenz und den Detailreichtum in der Zeugenaussage über das vermutliche Tatgeschehen. „Diese Kriterien wurden nicht erreicht.“, so ihr Fazit. Die Staatsanwaltschaft plädiert auf Freispruch.
UPDATE
Urteil
Freispruch im Missbrauchsprozess um Mutter: „Beenden Sie diesen Spuk“
Ihr wurde vorgeworfen, ihre Tochter Männern zum Missbrauch angeboten zu haben. Im Urteil wird Kritik am Gutachten des Sachverständigen laut.
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Das Gericht hat entschieden: Im Missbrauchsprozess um eine Berliner Mutter kam es zum Freispruch. In der Mitte der Vorsitzende Wulf Burchards.
© Olaf Wagner
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