Bei weiteren Ausgrabungen fanden Wissenschaftler dann 80 Prozent seines Schädels, einen 1,32 Meter langen Kamm sowie den Oberschenkelknochen und das Schulterblatt. Erst mit den weiteren Funden war klar, dass es sich um eine vorher noch nicht entdeckte Art handelt, wie das INAH jetzt erklärte. Tlatolophus galorum, ein Pflanzenfresser, lebte demnach vor mehr als 70 Millionen Jahren auf der Erde.
Akribische Arbeit: Ein Knochen des Tlatolophus galorum wird vermessen.
© INAH/dpa
„Wir wissen, dass der Dinosaurier Ohren hatte, mit denen er Töne auf einer niedrigen Frequenz hören konnte“, erklärten die Paläontologen. Die Tiere waren demnach friedlich und sehr kommunikativ. Die Forscher glauben, dass sie „laute Töne ausstießen, um Raubtiere zu verscheuchen – oder zu Fortpflanzungszwecken“.
Das Dinosaurierskelett ist laut den Wissenschaftlern sehr gut erhalten, da das kolossale Tier vor 72 oder 73 Millionen Jahren in einem Gewässer starb und schnell von Sedimenten bedeckt wurde, wie es in der Mitteilung des Instituts weiter heißt. Im Namen des Sauriers steckt das griechische lophos, das auf den langen Kamm am Kopf hinweisen soll. Er ähnele einem Symbol, das von mesoamerikanischen Völkern verwendet wird, um Kommunikation und Wissen darzustellen. Außerdem habe er eine wichtige Funktion gehabt: Mit zahlreichen inneren Verbindungen zu Nase und Luftröhre habe der Kamm als eine Art integrierte Trompete fungiert.
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