Neue Serie Familienaufstellung

„Früher hieß es: Honecker muss weg. Heute heißt es: Merkel muss weg“

Friedrich Wolff hat in der DDR Prominente verteidigt. Seine Tochter zeigt Neonazis an. Sein Enkel sorgt sich um die Zeit nach Corona. Ein Generationengespräch.

Anja Reich Sabine Rennefanz Anja Reich und Sabine Rennefanz
21 Min
Friedrich Wolff (rechts), 98, mit Tochter Barbara Erdmann, 72, und Enkel David Erdmann, 47.<br>

Friedrich Wolff (rechts), 98, mit Tochter Barbara Erdmann, 72, und Enkel David Erdmann, 47.

© Benjamin Pritzkuleit

Wir treffen die Familie Wolff in ihrem Haus in Stolzenhagen: Friedrich Wolff, 98 Jahre alt, war einer der bekanntesten Anwälte in der DDR. Er verteidigte Systemkritiker wie Walter Janka, Nazi-Täter wie Hans Globke und Theodor Oberländer und Politiker wie DDR-Staatschef Erich Honecker. Aufrecht sitzt er im Wohnzimmersessel, bereit für die Fragen. Wolffs Tochter Barbara Erdmann, 72, Notarin a. D. und Anwältin, und sein Enkelsohn David Erdmann, 47, Bankkaufmann in Berlin, kommen ein wenig später.

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