2. Bundesliga

Führung verspielt: Dresden verliert Heimspiel gegen Spitzenreiter Hertha

Dynamo Dresden bleibt nach der 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen Hertha BSC Vorletzter in der 2. Bundesliga.

3 Min
Patrice Covic (l.) brachte Dresden im Heimspiel gegen Hertha BSC in Führung.

Patrice Covic (l.) brachte Dresden im Heimspiel gegen Hertha BSC in Führung.

© IMAGO/Lucas Walter

Das Warten auf den zweiten Saisonsieg geht bei Dynamo Dresden weiter. Gegen Spitzenreiter Hertha BSC machten die Sachsen am Sonnabend vor allem vor der Pause ein gutes Spiel, standen am Ende aber trotz zwischenzeitlicher Führung bei der 1:2 (1:1)-Niederlage mit leeren Händen da.

„Wir haben sehr hart gekämpft und waren auch dominant. Hier die drei Punkte mitzunehmen ist einfach brutal. Wenn man Spiele wie diese gewinnt, zeigt das, was für einen Teamgeist wir haben. Wir können guten Gewissens in die Länderspielpause gehen“, freute sich Hertha-Angreifer Oluwaseun Adewumi nach dem Spiel.

Beim letzten Aufeinandertreffen gab es Krawalle

Pyro auf den Tribünen, Jagdszenen auf dem Platz, Raketenschüsse in die Menge – und 17 Verletzte: Am 4. April dieses Jahres hatte es im Rudolf-Harbig-Stadion beim Duell beider Vereine massive Ausschreitungen gegeben. Auslöser war ein Platzsturm von Hertha-Fans wegen einer geklauten Zaunfahne.

Diesmal durfte der Gästeblock daher nur zur Hälfte ausgelastet werden, er war sehr spärlich gefüllt. Zudem wurden Pufferblöcke eingerichtet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Krawalle und Chaos blieben diesmal aus. Die aktive Fanszene der Berliner hatte im Vorfeld schon zum Boykott der Partie ausgerufen. Der Gästeblock war deshalb nur spärlich gefüllt.

Vor 29.122 Zuschauern konnten sich alle Beteiligten also auf das Sportliche konzentrieren. Dynamo ging durch ein Tor von Patrice Covic gegen seinen Ex-Klub zunächst in Führung. Neun Jahre hatte er im Hertha-Nachwuchs gespielt, Vater Ante trainierte einst die Profis in der Bundesliga.

Danach drückte die Hertha auf den Ausgleich, wurde mit zunehmender Spieldauer immer dominanter. Jon Dagur Thorsteinsson traf mit einem überlegten Schuss von außerhalb des Strafraums zum Ausgleich (29.).

Dynamo-Trainer Thomas Stamm (l.) legte sich zwischenzeitlich mit Schiedsrichter Christian Dingert an.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm (l.) legte sich zwischenzeitlich mit Schiedsrichter Christian Dingert an.

© IMAGO/Michael Taeger

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Kurz nach der Pause hätte Gustaf Nilsson für die überlegene Hertha treffen müssen, der schwedische Nationalstürmer schoss aus drei Metern über das leere Tor (53.). Eine Szene für jeden Jahresrückblick. Vier Minuten später machte es Adewumi per Kopf besser - vermeintlich. Er hatte sich selbst an die linke Hand geköpft, das Tor zählte nicht.

Bis zum Abpfiff hatte die Hertha Vorteile, Thorsteinssons zweites Tor war hochverdient. Dynamo bleibt mit vier Punkten im Tabellenkeller und hat nach der Länderspielpause am 10. Oktober (13 Uhr) das Auswärtsspiel bei Aufsteiger VfL Osnabrück vor der Brust.

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