An die zweimonatige Sommerpause hat man sich bereits gewöhnt. Von Anfang Juli bis Anfang September schließt der Bundestag seine Pforten und die Abgeordneten machen Urlaub. Ebenso schaltet die Exekutive dann zwei Gänge runter, schließlich sind Minister und Staatssekretäre auch nur Menschen. Kriege, Finanzkrisen, Waldbrände oder Hitzekollaps – komme, was wolle: Die Politik macht Siesta.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat seit seinem Amtsantritt im Mai 2025 nur von Herbst oder Frühjahr gesprochen, wenn er seine Reformen androhte. Das mit der Sommerpause leuchtete schnell ein. Aber warum sparte er den Winter aus? Weihnachten und Silvester wären ja innerhalb einer Woche abgehandelt. Zu kalt? Doch dank Klimawandel und Erdgas-Reserven bleibt es hierzulande garantiert mollig warm. Warum also spart Merz den Winter für die Politik kategorisch aus?
Winterpause
Für Merz gibt es nur zwei Jahreszeiten – so ist die Work-Life-Balance garantiert
Merkwürdig, dass die Regierung nur von einem Herbst oder einem Frühjahr der Reformen spricht. Sommer und Winter werden ausgespart. Warum eigentlich? Ein Kommentar.
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3. Februar 2026 in Berlin: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt einen Karnevalsempfang im Bundeskanzleramt.
© Kay Nietfeld/dpa
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