AUSLAUF: Bewegung ist der wichtigste Bestandteil artgerechter Haltung von Hunden. Trotz des Leinenzwangs lassen sich die täglichen Spaziergänge für den Hund abwechslungsreich gestalten. So können etwa Fahrradständer, Mauern und Pfeiler für Geschicklichkeitsübungen genutzt werden. Hundeauslaufgebiete: Das freie Laufen von Hunden ist nur in ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten erlaubt. In Berlin gibt es zwölf davon mit einer Fläche von insgesamt 1 250 Hektar. Austoben können sich Hunde u.a. im Humboldthain, in den Volksparks Friedrichshain, Jungfernheide und Wilmersdorf sowie in Teilen des Mauerparks und am Grunewaldsee. Weitere Auslaufgebiete unter: www.stadtentwicklung.berlin.deRECHT: Für alle Hundebesitzer gilt die Verordnung über das Halten von Hunden in Berlin (HundeVO Bln). Darin ist unter anderem die Leinenpflicht in der Öffentlichkeit festgelegt. Hunde, die als gefährlich eingestuft sind, müssen zusätzlich einen Maulkorb tragen (z.B. Hunde der Rassen Pit-Bull, American Staffordshire und Staffordshire Bullterrier). Zudem müssen deren Halter Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen, die sicherstellen, dass von ihrem Hund keine Gefahr ausgeht. STEUERN: Nach dem Berliner Hundesteuergesetz (HuSTG) ist jeder Hundebesitzer verpflichtet, sein Tier beim zuständigen Finanzamt zu melden und Steuern zu bezahlen. Im Jahr beträgt die Steuer für einen Hund 120 Euro, für jeden weiteren 180 Euro. Seine Steuermarke muss der Hund fortan in der Öffentlichkeit tragen. Wer seinen Hund nicht meldet, kann eine Steuerstraftat begehen. VERSICHERUNG: Für alle Schäden, die ein Hund anrichtet, ist grundsätzlich der Halter verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen. Die Preise variieren je nach Anbieter. Beim Onlineversicherungsmakler Comfort Plan lassen sich Preise und Konditionen der Versicherungen miteinander vergleichen. www.comfortplan.deHUNDEKOT: Es trifft nicht zu, dass mit dem Zahlen der Hundesteuer die Entsorgung des Hundekotes abgegolten ist. Jeder Hundehalter ist daher verpflichtet, die Hinterlassenschaften seines Tieres zu entfernen. Beutel oder Tüten mit dem Kot gehören in die orangefarbenen Mülleimer. VERKEHR: Grundsätzlich dürfen Hunde in allen öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden. Für Haustiere, die sich in geeigneten Behältern befinden, ist dies kostenfrei. Große Hunde benötigen ein Ticket nach dem Ermäßigungstarif. www.bvg.de REISEN: Wer mit seinem Hund ins EU-Ausland reisen möchte, hat es seit Juli dieses Jahres deutlich leichter: Mit dem "EU-Reisepass für Haustiere" existiert nun eine einheitliche verbindliche Vorschrift. Der Pass enthält neben den Auskünften über vorgeschriebene Impfungen auch Angaben zu Rasse, Geschlecht und Geburtsdatum sowie zur Farbe des Tieres. Zusätzlich müssen die Hunde zur Identifizierung einen unter die Haut implanierten Mikrochip oder eine Tätowierung tragen. Ab 1. Oktober 2004 ist der EU-Tierpass, den der Tierarzt oder Amtstierarzt ausstellt, Pflichtdokument, bis dahin gelten Übergangsregelungen.HUNDESCHULEN: Der Berliner Tierschutzverein bietet Schulungen für Hund und Herrchen an: fünf Stunden 25 Euro, zehn Stunden 50 Euro (für ehemalige Tierheimhunde ist der Kurs kostenfrei). Teilnahmebedingung ist die Impfung und Versicherung des Hundes. Der Tierschutzverein informiert außerdem über andere Hundeschulen in Berlin. www.tierschutz-berlin.deBESUCHSDIENST: Der ehrenamtlich tätige Verein "Leben mit Tieren" ermöglicht alten und kranken Menschen den aufmunternden und anregenden Kontakt zu Tieren. So werden Hundebesuchsdienste in Kindereinrichtungen, Altenpflegeheime und Krankenhäuser organisiert. Speziell dafür ausgebildete Besuchs- und Therapiehunde fördern den Entwicklungs- und Lernprozess von Kindern und steigern die Lebensfreude bei kranken Menschen. Verängstigungen, Unsicherheiten und soziale Störungen können durch die Nähe zwischen Tier und Mensch verringert werden. Desweiteren unterstützen Hunde in der Ergotherapie und bei Krankengymnastik die Genesung von Kranken. In verschiedenen Pflegeanstalten wurden Mensch-Tier-Begegnungstätten eingerichtet, um so auch den Kontakt zwischen den Generationen zu fördern. Leben mit Tieren e.V., Teltowkanalstr. 1, Tempelhof, Tel. 76 94 10 92. www.lebenmittieren.deBUCHTIPPIn ihrem Buch "Stadthunde" wehrt sich Katharina von der Leyen gegen das häufig hervorgebrachte Vorurteil, dass Hundehaltung in der Stadt Tierquälerei sei. Sie gibt Tipps zu Erziehung, Pflege und Gesundheit und wie man seinen Hund stadttauglich macht.Katharina von der Leyen: Stadthunde. Hundeleben in der Stadt. Blv, München 2003, 224 S., 14,95 Euro.
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