Wegen zweier Brände außerhalb des Veranstaltungsgeländes ist das Fusion-Festival im mecklenburg-vorpommerschen Lärz unterbrochen worden. Besucher wurden aufgefordert, sich auf eine Landebahn des ehemaligen sowjetischen Militärflugplatzes zu begeben.
Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete vor Ort von einer Rauchsäule, die in der Nähe des Festivalgeländes aufstieg. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg teilte mit, das Festival sei kurz vor 19 Uhr unterbrochen worden. Die Polizei prüfe, ob alle Besucher einen näher nicht beschriebenen Bereich verlassen hätten. Die Feuerwehr sei mit Löscharbeiten beschäftigt. Wie lange der Einsatz dauern werde, sei nicht abzusehen. Hinweise auf Verletzte lägen nicht vor. Die Brandursache ist laut Polizei unbekannt.
Veranstalter spricht von temporärer Unterbrechung
Ein Sprecher des Festivals sagte der Deutschen Presse-Agentur, es handle sich um eine temporäre Unterbrechung aufgrund von zwei Bränden. Die Menschen seien vom Rauch weggeführt worden. Er rechne damit, dass die Veranstaltung fortgesetzt werde.
Ein dpa-Reporter beobachtete, dass einzelne Besucher das Gelände mit Autos und Fahrrädern verließen. Ein Großteil der Gäste lief zur Landebahn. Die Stimmung sei ruhig gewesen, Rauchgeruch habe in der Luft gelegen.
Alternatives Musik- und Kulturfestival
Das Festival hat am Mittwoch begonnen und dauert planmäßig bis Sonntag. Die Veranstalter erwarten rund 65.000 Besucher.
Die jährlich veranstaltete Fusion zählt nach eigener Darstellung zu den größten alternativen Musik- und Kulturfestivals in Deutschland und Europa. Das Programm verbindet Musikrichtungen wie Techno, Rock und Pop mit Theater und politischer Bildung. 2027 legt die Fusion eine Pause ein, 2028 soll das Festival wieder stattfinden.
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