UPDATE

Fußball-WM

Es geht um mehr als Wettkampf: Die USA sollten auf Balogun verzichten

US-Präsident Donald Trump soll Fifa-Chef Infantino wegen der Sperre von Folarin Balogun kontaktiert haben. Gelten im Fußball noch die gleichen Regeln für alle? Ein Kommentar.

4 Min
Gianni Infantino (r.), Fifa-Präsident, und Donald Trump, Präsident der USA, verstehen sich meist prächtig.

Gianni Infantino (r.), Fifa-Präsident, und Donald Trump, Präsident der USA, verstehen sich meist prächtig.

© Jacquelyn Martin

Es sind Sätze, die man im Fußball eigentlich nie hören möchte. Jürgen Klopp sprach davon, dass der Fall Folarin Balogun „alles infrage“ stelle. Und fügte einen Satz hinzu, der weit über diese Weltmeisterschaft hinaus Bedeutung haben könnte: „Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel.“

Genau darum geht es. Sollten die Berichte stimmen, wonach US-Präsident Donald Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino wegen der Rot-Sperre von Folarin Balogun kontaktiert und auf eine Überprüfung der Entscheidung gedrängt haben soll, wäre eine Grenze überschritten worden. Dann ginge es längst nicht mehr um einen einzelnen Spieler. Dann stünde die Glaubwürdigkeit des Weltfußballs auf dem Spiel.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*