Extremwetter

Hitzewelle bei der Fußball-WM: Behörden aktivieren Hitzeschutzpläne

Für mehrere Spielorte der K.-o.-Runde gelten Hitzewarnungen. Die Wege zum Stadion und die Warteschlangen können für Fans zu einem gesundheitlichen Risiko werden.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Fans verfolgen beim Fifa Fan Festival in Toronto ein WM-Spiel auf der Leinwand.

Fans verfolgen beim Fifa Fan Festival in Toronto ein WM-Spiel auf der Leinwand.

© Mert Alper Dervış/imago

Eine Hitzewelle trifft in dieser Woche mehrere Spielorte der Fußball-WM in Nordamerika. Für Toronto gilt nach Angaben der kanadischen Umwelt- und Wetterbehörde von Dienstag bis Freitag eine Hitzewarnung. Erwartet werden 31 bis 34 Grad Celsius, örtlich bis zu 37 Grad. Nachts sollen die Temperaturen nur auf 21 bis 25 Grad sinken.

Laut Reuters liegen auch die WM-Orte Kansas City, East Rutherford in New Jersey und Philadelphia unter einer sogenannten Hitzeglocke. Gemeint ist ein großes Hochdruckgebiet, das  Wärme und Feuchtigkeit staut. Der Nationale Wetterdienst der USA erwartet Reuters zufolge in Teilen des Mittleren Westens und der Ostküste gefühlte Temperaturen von 41 bis 46 Grad Celsius.

Die Hitzewelle fällt in die K.o.-Runde des Turniers. Toronto soll am Donnerstag das Spiel der Runde der letzten 32 zwischen Portugal und Kroatien austragen. Nach Reuters-Angaben aktivierte die Stadt ihren Hitzeschutzplan. In East Rutherford im Bundesstaat New Jersey ist für den 5. Juli ein Achtelfinale angesetzt.

Hitzeschutz für Fans und Spieler

Für Philadelphia und die Umgebung warnt der Nationale Wetterdienst von Mittwoch bis Samstag vor extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Höchstwerte sollen in vielen Gebieten 35 bis 41 Grad Celsius erreichen, die gefühlten Temperaturen 38 bis 43 Grad Celsius. Nachts werde es nur wenig Entlastung geben. Die Behörde sieht ein erhöhtes Risiko für hitzebedingte Erkrankungen, besonders für ältere Menschen, Kinder und andere gefährdete Gruppen.

Die Hitze betrifft nicht nur Spieler, sondern auch Fans auf dem Weg zu den Stadien und in Warteschlangen. Nach Reuters-Angaben verfügen die WM-Stadien in Atlanta, Dallas und Houston über schließbare Dächer und Klimaanlagen.

Außerhalb der Arenen bleibt die Hitze jedoch ein Problem. Eine Ärztin des Krankenhauses Hackensack University Medical Center in New Jersey riet Fans dem Bericht zufolge, Schatten aufzusuchen und auf Anzeichen wie Schwindel zu achten.

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