Zweite Liga

Volltreffer: Dank Kai Pröger siegt Rostock im Ost-Duell gegen Magdeburg

Der 30 Jahre alte Angreifer schießt Hansa aus der Krise. Der Außenspieler hat sich in Rostock im Gegensatz zu vielen anderen Zugängen als Verstärkung erwiesen.

dpa
3 Min
Hansas Kai Pröger (l.) lässt Magdeburgs Leon Bell stehen.

Hansas Kai Pröger (l.) lässt Magdeburgs Leon Bell stehen.

© dpa/Hartmann

Einer der Kleinsten auf dem Platz durfte sich fühlen wie der Größte. Kai Pröger hatte den FC Hansa Rostock mit zwei Toren beim 3:1-Sieg (2:0) über den 1. FC Magdeburg aus der Krise geschossen und wurde dafür im mit 26.500 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllten Ostseestadion euphorisch gefeiert. Das war dem Hauptdarsteller fast ein bisschen zu viel.

„Wenn man getroffen hat, ist man immer schnell der Matchwinner. Kolle hat einen wichtigen Elfmeter gehalten. Er ist auch ein Matchwinner für mich“, sagte der 30-Jährige mit Verweis auf Torwart Markus Kolke. Und Pröger erweiterte sein Lob noch auf die gesamte Mannschaft: „Alle Jungs, die ihre Zweikämpfe komplett angenommen haben, sind Matchwinner.“

Auf Anhieb eine Verstärkung

Nach neun Spieltagen stehen die Mecklenburger nun da, wo sie auch am Ende sein wollen: im gesicherten Mittelfeld der Zweiten Fußball-Bundesliga. Ohne Pröger würde das Zwischenfazit wesentlich schlechter ausfallen. Vier Tore hat der quirlige Stürmer bereits erzielt, drei weitere vorbereitet. Und Hansa hat erst neunmal getroffen. So richtig wichtig nimmt sich der gebürtige Wilhelmshavener deshalb trotzdem nicht. „Ich bin dafür da, vorn Tore zu schießen“, sagte er bescheiden.

Vor der Saison ablösefrei vom Ligarivalen SC Paderborn an die Küste geholt, hat Pröger sich als einer der ganz wenigen von den mehr als zehn Zugängen auf Anhieb als absolute Verstärkung erwiesen. Der flinke Außen stand stets in der Startelf und ist aus ihr momentan nicht wegzudenken. Ein vergleichbares Arbeitszeugnis hat neben ihm lediglich Mittelfeldspieler Dennis Dressel aufzuweisen.

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Weil Pröger so effektiv war, geriet auch die Großtat von Keeper Markus Kolke, der in der 84. Minute einen Foulelfmeter von Baris Atik hielt, zur Nebensache. Gestört hat es den Hansa-Kapitän nicht im Geringsten. „Das war für die ganzen Fans, den Verein und Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Sieg. Das charakterisiert Hansa Rostock, was wir heute gespielt haben. Nur so geht es“, befand der 31 Jahre alte Schlussmann nach dem so wichtigen dritten Heim-Dreier erleichtert.

Den Klassenerhalt zum Ziel

Hansa-Trainer Jens Härtel sah dies nach dem Wiedersehen mit seinem einstigen Arbeitgeber ebenso. „Die Jungs haben es heute unbedingt gewollt, Gas gegeben und Widerstände gebrochen. Heute sind wir auch dafür belohnt worden“, sagte der 53-Jährige über den willensstarken Auftritt seiner Truppe vor der Länderspielpause.

Ausruhen werden sich Kolke, Pröger und Kollegen in der Auszeit gewiss nicht, denn der Weg bis zum Saisonziel ist noch sehr, sehr weit. „Wir wollen den Abstand nach hinten so weit wie möglich vergrößern. Und so schnell wie möglich unsere Punkte holen, um den Klassenerhalt zu sichern“, beschrieb Pröger die Marschroute.

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