Die Verhandlungen zwischen dem Berliner Senat und der Eigentümerin Commerz Real AG über die Zukunft der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz sind vorerst ohne Ergebnis geblieben. Das vorgelegte Angebot der CommerzReal AG sei in der jetzigen Form „nicht einlassungsfähig“, teilten die zuständigen Senatsverwaltungen mit. Gleichwohl sollen die Gespräche fortgesetzt werden.
Laut Senat wurde mit der CommerzReal AG vereinbart, dass diese bestehende Nutzungsvereinbarungen über das Jahr 2026 hinaus verlängert. Damit bliebe der Fortbestand des Kaufhauses zunächst gesichert, während weiter nach einer tragfähigen Lösung gesucht wird.
Zentral- und Landesbibliothek ohne festen Standort
Offen bleibt damit auch die Frage nach einem neuen Standort für die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB). Der Senat hält weiterhin an dem Ziel fest, die Bibliothek langfristig am Alexanderplatz anzusiedeln – parallel zum Weiterbetrieb des Warenhauses. Die ZLB selbst sieht in der zentralen Lage große Chancen für eine niedrigschwellige Kulturinstitution.
Zuvor waren andere Optionen geprüft worden. Erst kürzlich scheiterte der Plan, die Bibliothek im ehemaligen Galeries Lafayette an der Friedrichstraße unterzubringen. Das Gebäude wird nun durch die Bertelsmann Music Group (BMG) als Bürogebäude genutzt.
Der Berliner Senat verfolgt weiter das Konzept einer Mischnutzung: Einzelhandel und Bibliothek sollen gemeinsam einen neuen Anziehungspunkt für den Alexanderplatz bilden. Ob dies zu finanzierbaren Konditionen möglich ist, sollen weitere Verhandlungsrunden bis zum Sommer 2026 klären. (mit dpa)
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