„Tag für Tag standen wir im Operationssaal, vor uns verstümmelte Körper und zerstörte Gliedmaßen.“ So schildert der britische Unfallchirurg Graeme Groom seine Einsätze im Gazastreifen. Groom, der am King’s College Hospital in London arbeitet, hat die Hilfsorganisation Ideals mitgegründet, die seit Jahren medizinische Missionen in Gaza organisiert. Noch vor wenigen Monaten war er selbst in der palästinensischen Enklave, die seit dem 7. Oktober 2023 kaum jemand betreten oder verlassen kann.
Was Groom im Gespräch mit der Berliner Zeitung beschreibt, ist der Teil des Genozids in Gaza, der im Gegensatz zu den Bildern von Explosionen durch israelische Angriffe, dem Erdboden gleichgemachten Landstrichen und fliehenden Menschenmassen für die Weltöffentlichkeit verborgen bleibt: der Kampf der Überlebenden, die noch zu retten wären, aber es oft nicht werden.
Überlebenskampf
Die stille Katastrophe von Gaza: 17.500 Verletzten droht ohne Operation der Tod
In Gaza warten Zehntausende auf lebensnotwendige OPs, doch Material und Medikamente werden durch Israel blockiert. Ärzte kritisieren die Untätigkeit der Politik.
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Mediziner in Gaza kämpfen unter prekären Bedingungen um das Leben eines verletzten Jungen. Für 17.500 Menschen ist eine solche Notversorgung die letzte Hoffnung.
© Mahmoud Bassam/Imago
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