Energiekonzern

Gazprom will Pipelines nach China vorantreiben

Der russische Gaslieferant setzt auf die Dynamik des chinesischen Marktes. Eine Leitung soll Gas von den Lagerstätten in Ostsibirien nach China bringen.

Team News Kathrin Merz dpa/kme
2 Min
Blick auf die Zentrale des russischen Gasmonopolisten Gazprom in St. Petersburg: Der Konzern will das Geschäft mit China weiter vorantreiben.

Blick auf die Zentrale des russischen Gasmonopolisten Gazprom in St. Petersburg: Der Konzern will das Geschäft mit China weiter vorantreiben.

© AP/Dmitri Lovetskya

Nach Angaben Millers will Gazprom in Kürze damit beginnen, sein Pipelinenetz auf dem europäischen Territorium mit dem Osten des Landes zu verbinden. Darüber hinaus kündigte er an, die Projektierung der geplanten Pipeline Kraft Sibiriens 2 zu starten. Die Leitung soll Gas von den Lagerstätten in Ostsibirien nach China bringen. Auch ein Abzweig durch die Mongolei ist dabei geplant. „Wir wissen, dass der chinesische Markt der dynamischste weltweit ist, und Prognosen zufolge macht der Anstieg des Gasverbrauchs in China in den kommenden 20 Jahren 40 Prozent der weltweiten Steigerungsrate aus“, sagte Miller.

Gazprom: Höherer Gewinn trotz sinkender Absatzzahlen in Europa

Durch die Inbetriebnahme der Lagerstätte Kowykta ab 2023 sei Russland bereit, noch mehr Gas als bisher vereinbart nach China zu liefern.

Für das laufende Jahr erwartet Miller „einen deutlich höheren Gewinn“ als 2021 trotz der sinkenden Absatzzahlen in Europa. Im ersten Halbjahr hat Gazprom wegen der hohen Rohstoffpreise bereits einen Rekordgewinn von umgerechnet knapp 42 Milliarden Euro erzielt.

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