Bahnstreik

GDL-Streik: Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg weiter eingeschränkt

Vom Streik betroffen ist vor allem der Berliner S-Bahn-Verkehr. Die Linien S1, S2, und S3 etwa fahren nur im 20-Minuten-Takt, die Ringbahn rollt gar nicht.

Marie-Luise Grauel Team News dpa/mlg
2 Min
Berlin, Prenzlauer Berg: Die Ringbahnlinien S41 und S42 am Bahnhof Prenzlauer Allee. Sie fallen streikbedingt komplett aus. 

Berlin, Prenzlauer Berg: Die Ringbahnlinien S41 und S42 am Bahnhof Prenzlauer Allee. Sie fallen streikbedingt komplett aus. 

© imago/Seeliger

Für Berlin bedeutet der Streik weiterhin starke Einschränkungen der S-Bahn. Wie diese online mitteilte, verkehren die S1, S2, S25, S3, S46, S7 und S9 im 20-Minuten-Takt. Die S5 und S8 fahren alle 40 Minuten und die S26, die Ringbahnen S41 und S42, die S47, S75 und S85 fallen aus.

Auch der Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg ist deutlich eingeschränkt. Einige Linien, wie beispielsweise der RB11 von Frankfurt(Oder) nach Cottbus oder der Kulturzug zwischen Berlin und Breslau fallen ersatzlos aus. Für Bahnen nach Rostock oder Stralsund an die Ostsee gibt es hingegen reduzierte Ersatzfahrpläne mit Zügen oder Bussen. Auch für den RE10 zwischen Cottbus und Leipzig gibt es beispielsweise Ersatzverkehr. Fahrgäste der Bahn sind angehalten, sich vor Fahrtantritt bei der Bahn zu informieren, wie und ob ihre Verbindungen vom Streik betroffen sind.

Deutsche Bahn: Nur 30 Prozent der Fernverkehrszüge rollt am Wochenende

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Mit dem auf mehr als fünf Tage angesetzten Streik in der laufenden Tarifrunde bei der Bahn will die GDL ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen. Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich eine deutlich längere Laufzeit von rund 40 Monaten angestrebt. Mit dem neuen Angebot hat sie nun 36 Monate in Aussicht gestellt sowie eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro.

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Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, zum Wochenende bundesweit rund 30 Prozent der Fernverkehrszüge fahren zu lassen. Im Regional- und S-Bahnverkehr soll rund 40 Prozent des sonst üblichen Angebots Bestand haben.

Schon am Mittwochnachmittag war der Ausstand im Güterverkehr angelaufen. Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. Allerdings sind auch bei ihnen Einschränkungen in Folge der Streiks möglich.

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