Kommentar

Gefühle verboten: Warum sogenannte Situationships nicht funktionieren können

Alles darf passieren, nur bitte nicht benannt werden. Warum das moderne Dating-Phänomen „Situationship“ zum Scheitern verurteilt ist.

Gina Wendt
Gina Wendt
6 Min
Zwischen Nähe und Unverbindlichkeit: „Situationships“ bieten Freiraum, bergen aber auch Konfliktpotenzial.

Zwischen Nähe und Unverbindlichkeit: „Situationships“ bieten Freiraum, bergen aber auch Konfliktpotenzial.

© Christin Klose/dpa

Zwischen Freundschaft und Partnerschaft hat sich in den letzten Jahren ein Zustand etabliert, der inzwischen so verbreitet ist, dass er fast schon zum Alltag gehört. Auch wenn ihn kaum jemand wirklich definiert. Die sogenannte Situationship. Gemeint ist damit eine Verbindung, die mehr ist als Freundschaft, aber auch keine Beziehung.

Willkommen im Berliner Dating-Alltag, in einer Stadt, in der rund 56,5 Prozent der Haushalte aus genau einer Person bestehen. Mehr als jeder Zweite lebt allein, ist unabhängig, hat volle Tage, volle Kalender – und ist trotzdem nicht komplett uninteressiert an Nähe.

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