Das lebendige Erinnern an die Schicksale jüdischer Menschen ist mehr als eine historische Pflicht - es ist ein fundamentaler gesellschaftlicher Auftrag für die Gegenwart. Während die Geschichte der Ausgrenzung weit zurückreicht, bleibt die Epoche des Nationalsozialismus ein beispielloser Zivilisationsbruch. Diese Zeit greifbar zu machen, ist die Kernaufgabe von Yad Vashem, der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem. Die dortige Ausstellung vermittelt das Grauen eindrucksvoll anhand unzähliger Originaldokumente der Täter aus Behörden und NS-Organisationen, privaten Tagebüchern sowie der Korrespondenz jüdischer Institutionen. Ergänzt wird dieses historische Fundament durch Berichte, die ab 1945 gesammelt wurden, sowie durch mehr als 130.000 persönliche Videointerviews und Zeugnisse von Überlebenden der Shoah.
Shoa
Yad Vashem in Leipzig: Brisante Fragen bleiben offen - Kretschmer schweigt
Leipzig bekommt eine Außenstelle der israelischen Gedenk- und Bildungsstätte. Doch die Zielgruppe bleibt vage. Wo die Politik taktiert, findet die jüdische Gemeinschaft klare Worte.
Alexander Schumann
6 Min
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Yad Vashem kommt nach Leipzig ins Ariowitsch Haus: Dr. Gabriele Goldfuß und Küf Kaufmann
© Alexander Schumann für Ostdeutsche Allgemeine
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