Als die St. Marienkirche in Müncheberg sich vor zwei Jahren auch nichtreligiösen Veranstaltungen öffnete, war das ein einmaliges Experiment. Heute, nach zwei Jahren zieht der Trägerverein eine positive Bilanz. Die Kirche werde gut angenommen. In das sanierte Gebäude setzte der Berliner Architekt Klaus Bock einen Einbau. Darin befinden sich das Pfarrbüro und die Gemeindebibliothek. Zudem gibt es einen Sitzungssaal, den beispielsweise die Volkshochschule für Vorträge benutzt und der für Feierlichkeiten gemietet werden kann. Im Kirchenraum finden weiterhin die Gottesdienste statt, aber auch Konzerte und Tagungen. Bocks Bau ist zum Kirchenschiff hin mit hellen Holzlamellen verkleidet, so daß niemand in der Kirche von dem Anblick von Büros oder Sitzungsräumen gestört wird. Der weltliche Einbau paßt sich weder an noch versteckt er sich und gewinnt gerade dadurch seinen Reiz. Der einzige Nachteil: Die Sanierung und der Einbau haben fast acht Millionen Mark gekostet. Zwar beteiligten sich Gemeinde, Land und EU, doch hat die Kirchengemeinde noch immer Schulden in Höhe von fast zwei Millionen Mark.(bra.)
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