ZEUTHEN. Auch nach dem Brand im "Haus Zeuthen" hält der Investor an seinem Vorhaben fest, das Gebäude zu einem Kultur- und Freizeitzentrum umzubauen. "Wir werden auf alle Fälle weitermachen", sagte Gerhard Ammon am Dienstag. Der Brand am Montag morgen wurde nach Polizeiangaben offenbar vorsätzlich gelegt. Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, wurde das Feuer mit offener Flamme entzündet. Da die Medien-Anschlüsse abgeschaltet waren, hatte die Polizei bereits am Montag einen technischen Defekt als Brandursache ausgeschlossen. Nach einer ersten Schätzung beträgt der Schaden etwa 500 000 Mark. Bereits am vergangenen Donnerstag mußte die Feuerwehr im "Haus Zeuthen" einen Kellerbrand löschen. Das mit 6,7 Millionen Mark veranschlagte Projekt sieht vor, das leerstehende, 1912 erbaute Haus zu sanieren und unter anderem eine Ladenpassage, einen Fitneßbereich sowie eine Gaststätte mit Bowlingbahn zu errichten. Auf Widerstand war allerdings die Absicht gestoßen, auch eine Schießanlage und ein Waffengeschäft zu eröffnen. Gegner befürchteten, Rechtsradikalen damit einen Treffpunkt zu schaffen. Der Kompromiß nach einer Einwohnerversammlung sieht unter anderem vor, das Geschäft ohne Schaufenster im Haus zu integrieren. Der Baubeginn, der für Mai geplant war, wird sich voraussichtlich um einige Monate verzögern. (sj.)
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