Das Berghain in Berlin ist einer der besten Clubs der Welt. Nun tauchen in der Clubszene erneut Gerüchte auf, dass der Club angeblich schließen soll. Ob es wirklich so kommt, ist noch unklar. Eine offizielle Bestätigung der Berghain-Betreiber gibt es nicht. Das Magazin Faze zitiert den Internet-Post eines Insiders.
Darin heißt es: „Das Berghain schließt für immer! Noch in diesem Jahr kommt das endgültige Aus! ” […], wenns stimmt, ist das wirklich ein Beben für die Berliner Nacht. Schon in der letzten Woche wunderte man sich über die bestätigte Meldung, dass das Berghain […] die hauseigene Booking Agentur schließt. Nun also ganz schnell der ganze Club.“
Berghain: Das Timing stimmt skeptisch
Gerüchte um eine Schließung gab es immer wieder mal. Was diesmal aber doch besonders aufhorchen lässt: Sicher ist, dass die hauseigene Booking-Agentur Ostgut Booking Ende des Jahres definitiv ihre Arbeit einstellt, die bislang das internationale Booking für drei Dutzend Berghain-DJs machte.
Während der harten Lockdowns bestand die Agentur weiterhin. Doch ausgerechnet jetzt, wo sie wieder in vollem Umfang arbeiten könnte, um die Marke Berghain weltweit zu vermarkten, macht sie dicht. Dabei hatte sie erst 2022 fünf neue DJs aufgenommen: Sedef Adasï, Naty Seres, JakoJako, Fadi Mohem und Lakuti. Das wirkt wie ein schräges Timing und stimmt skeptisch. Was ist da los? Es könnte auf größere Verschiebungen im Club-Imperium hindeuten.
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Was hinzukommt: Auf dem hauseigenen Label Ostgut Ton (das im Namen noch auf den Berghain-Vorgänger-Club Ostgut verweist) ist seit dem 3. Dezember 2021 keine Platte mehr erschienen. Die letzte war der Sampler „Ostgut Ton | Fünfzehn + 1“. Die letzte Solo-Platte davor am 21. November 2021 war „A World Of Service“ von JASSS. So eine lange Lücke im Veröffentlichungs-Rhythmus ist völlig ungewöhnlich. Auch das nächste Album von Berghain-Resident Marcel Dettmann, einer der ganz Großen des Berghain-Hauses, erscheint im November nicht auf Ostgut Ton, sondern auf Dekmantel. Waren die Vinyl-Verkäufe auf Ostgut Ton eventuell nicht mehr lukrativ genug für die Berghain-Macher?
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Ein ehemaliger bekannter Clubbetreiber Berlins, der jetzt nicht mehr aktiv ist und im Ausland lebt, sagte dieser Zeitung: „Dass die Agentur schließt ist bekannt. Und ich glaube, dass auch bald der Club schließen wird.“
Corona und hohe Mieten belasten Berliner Clubszene
Dass manchen Clubbetreibern zurzeit die Lust vergeht, ist nicht verwunderlich: Hinter den Kulissen stimmt die Politik die Berliner Clubs schon darauf ein, dass es diesen Winter auch bei möglichen Club-Schließungen (oder Quasi-Schließungen durch Maskenpflicht in Innenräumen) wohl keine Hilfsprogramme geben werde, allenfalls für Strom- und Gaskosten, die steigen.
Das Hauptproblem der meisten Clubs ist indes, dass sie ihre Mieten auch bei Schließung weiterzahlen müssen. In dieser Hinsicht ist das Berghain doch in einer Sonderstellung: Die Immobilie gehört dem Club. So gesehen haben sie weniger Sorgen.
Und dennoch: Ein Berghain-Betreiber habe sich bereits auszahlen lassen, der andere habe keine Lust mehr, heißt es bei Fazemag.
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