Kommentar

Gesunkener CO2-Ausstoß dank Energiewende: Weiter so!

Der CO2-Ausstoß ist 2019 stärker gesunken als gedacht, Grund dafür ist die Energiewende und eine CO2-Bepreisung beim Strom. Wichtig ist jetzt, dass daran angesetzt und Ökostrom weiter ausgebaut wird.

Steven Geyer
2 Min
Das Plus an Ökostrom rührt aus dem Ausbau von Solaranlagen und Windrädern.

Das Plus an Ökostrom rührt aus dem Ausbau von Solaranlagen und Windrädern.

© imago

Zu verdanken hat Deutschland die CO2-Ersparnis ausschließlich seiner Energiewende, die schon im Jahr 2000 mit dem rot-grünen Erneuerbare-Energien-Gesetz eingeleitet wurde, sowie dem gesunkenen Industriestrom-Bedarf im Zuge der lahmenden Weltkonjunktur. Die GroKo kann sich dagegen keine Lorbeeren aufsetzen. Im Gegenteil: In den wichtigen Bereichen Gebäude und Verkehr sind die Emissionen sogar gestiegen.

CO2-Bepreisung wirkt

Auch eine Verschnaufpause verschafft die Bilanz nicht: Das Plus an Ökostrom rührt aus dem Ausbau von Solaranlagen und reichlich Wind. Neue Windräder werden seit zwei Jahren kaum noch errichtet. Steuert die Koalition jetzt nicht beherzt gegen, gibt es nächstes Jahr schlechte Nachrichten.

Aber es gibt auch Grund zum Optimismus: Hauptursache des CO2-Rückgangs beim Strom sind höhere Preise für Verschmutzungsrechte in der EU. Dadurch wurde Kohlestrom teurer und gegenüber der wachsenden Ökostromproduktion nicht mehr wettbewerbsfähig. Das zeigt, dass CO2-Bepreisung wirken kann. Und dass manches tatsächlich der Markt regelt – wenn der Staat den richtigen Rahmen schafft.

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