Im Fall des in Berlin-Grunewald getöteten Taxifahrers sitzt ein Tatverdächtiger in U-Haft. Er wurde am Samstagnachmittag in Schleswig-Holstein festgenommen, wie ein Pressesprecher der Berliner Strafverfolgungsbehörden am Sonntag dem rbb sagte. Ein Richter hat bereits Haftbefehl erlassen.
Wie die B.Z. berichtete, haben sogenannte „Super-Recognizer“ den mutmaßlichen Täter überführt. Die speziell ausgebildeten Beamten können demnach in großen Menschenmassen Personen wiedererkennen – auch wenn sie diese nur einmal gesehen haben. Ermittler hatten zuvor offenbar Bild oder Videomaterial ausgewertet, auf denen der Verdächtige zu sehen ist.
Berlin-Grunewald: Taxifahrer stirbt nach Überfall an seinen Verletzungen
Wie aus Ermittlerkreisen zu erfahren war, war der Taxifahrer wohl ein Zufallsopfer. Das heißt, die beiden kannten sich nicht. Es wird vermutet, dass ein Streit zwischen den Männern eskalierte. Die genauen Hintergründe der Tat seien unklar. Eine Mordkommission hatte die Ermittlungen übernommen.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr an der Brahms-, Ecke Richard-Strauß-Straße. Der Täter soll dem Taxifahrer mit einem spitzen Gegenstand in den Hals gestochen haben. Ein Passant entdeckte den Schwerverletzten und alarmierte Rettungskräfte, die den Mann ins Krankenhaus brachten. Ärzte konnten dem 49-Jährigen trotz einer Notoperation nicht mehr helfen. Er erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen.
Grunewald ist ein Ortsteil im Südwesten Berlins und ein Waldgebiet mit Seen. Bekannt ist die Gegend für prunkvolle Villen und teils prominente Bewohner.
Polizeibericht Berlin
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