Die zunehmenden Angriffe auf Häfen und Exportwege im Schwarzen Meer haben nach Ansicht der deutschen Getreidewirtschaft Folgen weit über die Ukraine und Russland hinaus. Deutschland müsse deswegen künftig eine größere Rolle bei der Versorgung wichtiger Importländer übernehmen, fordert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der über 1600 Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft vertritt.
„Die globalen Verwerfungen zeigen, wie wichtig es ist, dass Deutschland im Rahmen seiner Möglichkeiten perspektivisch eine noch höhere Verantwortung für die Versorgung auch ausländischer Märkte, auch in Drittlandstaaten, übernimmt“, teilte der Pressesprecher Marcus Gernsbeck auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. Nach Angaben des Verbands gehen die deutschen Getreideexporte bereits vor allem nach Nordafrika und in den Nahen Osten.
Exportweizen
Krise im Schwarzen Meer: Getreidewirtschaft fordert mehr deutsche Exporte nach Nordafrika
Ein Großteil des deutschen Exportweizens stammt aus dem Osten. Jetzt fordert die Getreidewirtschaft wegen der Krise im Schwarzen Meer mehr Exporte nach Afrika.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Ein Mähdrescher fährt auf einem Getreidefeld bei Fröttstädt in Thüringen die Ernte ein. (Symbolbild)
© Sascha Fromm
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*