„Ich kenne Schulen, die haben fünf solcher Geräte. Wird dann gelost, welcher Kollege oder welche Klasse eins bekommt? Das ist Quatsch – es ist einfach zu wenig.“ Erdmann plädierte dafür, möglichst schnell weitere Geräte anzuschaffen. „Momentan kann man ja noch lüften. Aber spätestens im Herbst wird das kaum noch eine Option sein“, so der GEW-Vorsitzende. „Und dann stehen wir vor derselben Situation wie im letzten Jahr, dass wir irgendwann wieder Unterricht im Anorak machen müssen.“
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Luftfiltergeräte auch ohne Pandemie sinnvoll
Erdmann sagte, man dürfe das Thema auch nicht nur unter dem Pandemie-Aspekt sehen. „Generell ist die Luftqualität in deutschen Klassenräumen sehr schlecht, sodass auch ohne Corona Luftreinigungsgeräte ihre Berechtigung haben und eine gute Investition in Schulen wären“, erläuterte der GEW-Vorsitzende. „Vielleicht fällt es dem einen oder anderen Finanzpolitiker dann auch leichter, den Daumen dafür zu heben.“
Die mobilen Luftreinigungsgeräte sollen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie dazu beitragen, Aerosole in den Unterrichtsräumen zu verringern. Bereits im Lauf des vergangenen Schuljahrs waren mehr als 4200 Geräte an die Schulen gegangen und dann weitere gut 3500 angeschafft worden, von denen ein Großteil noch vor Ferienbeginn ausgeliefert wurde. Bildungssenatorin Sandra Scheeres hatte Anfang der Woche angekündigt, dass noch einmal 3000 Luftfilter bestellt werden sollen.
Die Wirkung von mobilen Luftfiltern, über die seit Monaten immer wieder diskutiert wird, ist umstritten. Das Umweltbundesamt (UBA) empfahl die Geräte zunächst nur als Ergänzung fürs Lüften. Anfang Juli erklärte ein UBA-Experte, mobile Luftfilter seien hilfreich gegen Viren, wenn es sich um geprüfte Geräte handele und sie richtig im Klassenraum aufgestellt seien.
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