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Der Erde „extrem nah“: Gewaltiges Schwarzes Loch in der Milchstraße entdeckt

Es ist das massereichste stellare Loch, das in unserer Galaxie je gefunden wurde – mit der 33-fachen Größe unserer Sonne. Wissenschaftler staunen über ihre gigantische Entdeckung.

Team News Sophie Barkey dpa/sba
3 Min
Darstellung eines Schwarzen Lochs

Darstellung eines Schwarzen Lochs

© Imaginechina-Tuchong/imago

Forscher haben das bisher größte bekannte stellare Schwarze Loch in unserer Galaxie entdeckt. Wie die Europäische Südsternwarte (Eso) mitteilte, wurden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch das Herumtaumeln eines Sterns auf den Giganten aufmerksam. Das Schwarze Loch trägt nun den Namen „Gaia BH3“, es hat die 33-fache Masse unserer Sonne. Die Analysen zur neuen Entdeckung wurden im Fachjournal Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

„Niemand hat damit gerechnet, ein massereiches Schwarzes Loch zu finden, das in der Nähe lauert und bisher unentdeckt geblieben ist“, zitiert die Eso den Astronomen Pasquale Panuzzo vom Observatoire de Paris. „Diese Art von Entdeckung macht man nur einmal in seinem Forscherleben.“ Der Erde ist das Schwarze Loch mit einer Entfernung von „nur“ 2000 Lichtjahren der Eso zufolge extrem nah. Damit ist es das zweitnächste Schwarze Loch zu unserem Planeten. Ein Lichtjahr bezeichnet die Entfernung, die Licht in einem Jahr zurücklegt – eine Strecke von 9,46 Billionen Kilometer.

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Die Entdeckung machten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, als sie Beobachtungen der europäischen Sonde „Gaia“ für eine Datenfreigabe überprüften. Der Begleitstern des Schwarzen Lochs wird von seinem massigen Kompagnon in eine Art Taumelbewegung versetzt – und die fiel auf. Die „Gaia“-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) soll Positionen, Bewegungen, Entfernungen und Helligkeiten von fast zwei Milliarden Himmelskörpern erfassen.

Das Handout zeigt einen Weitwinkelausschnitt der Umgebung von «Gaia BH3», dem massereichsten stellaren schwarzen Loch in unserer Galaxie. Das schwarze Loch selbst ist hier nicht sichtbar, aber der Stern, der es umkreist, befindet sich in der Mitte des Bildes.

Das Handout zeigt einen Weitwinkelausschnitt der Umgebung von «Gaia BH3», dem massereichsten stellaren schwarzen Loch in unserer Galaxie. Das schwarze Loch selbst ist hier nicht sichtbar, aber der Stern, der es umkreist, befindet sich in der Mitte des Bildes.

© ESO/Digitized Sky Survey 2./dpa

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„Sagittarius A“: Supermassereiche Schwarze Löcher noch gigantischer

Schwarze Löcher sind Objekte mit einer so starken Schwerkraft, dass nicht einmal Licht aus ihnen entkommen kann. Sie entstehen, wenn große Sterne mit der vielfachen Masse unserer Sonne am Ende ihrer Existenz als Supernova explodieren und der übrig gebliebene Sternenrest kollabiert. Bisher gefundene stellare Schwarze Löcher in der Milchstraße messen im Schnitt nur das Zehnfache der Sonnenmasse, das zuvor größte bekannte – „Cygnus X-1“ – etwa 21 Sonnenmassen. Stellare Schwarze Löcher entstehen aus Sternen.

Abgesehen von den stellaren Schwarzen Löchern gibt es supermassereiche Schwarze Löcher, die in den Zentren der meisten Galaxien vermutet werden. Diese Schwarzen Löcher können die milliardenfache Masse unserer Sonne besitzen. Das massereichste in unserer Galaxie ist „Sagittarius A“ im Zentrum der Milchstraße, das etwa vier Millionen Mal so viel Masse wie die Sonne hat. In der Milchstraße kreist unsere Sonne zusammen mit 200 oder 300 Milliarden anderen Sternen sowie Gas- und Staubwolken um „Sagittarius A“. Forschern gelang es vor zwei Jahren erstmals ein Bild von dem supermassereichen Schwarzen Loch zu erstellen.

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