Wer heute Vormittag etwa Schloss Charlottenburg oder Schloss Sanssouci in Potsdam besuchen möchte, steht vor verschlossenen Türen. Es ist Warnstreik!Verdi-Vertrauensmann Stefan Klappenbach begründet den Streik: "Wir wollen Druck auf den Arbeitgeber ausüben." Das ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Diese plant eine Beschäftigungsgesellschaft, in die 100 der derzeit 582 Beschäftigten übernommen werden sollen. Mutmaßlich zu schlechteren Bezügen. "Sie werden nur die Hälfte des bisherigen Gehalts bekommen", sagt Klappenbach. Betroffen wären Schlossführer, Reiniger, Wachleute und Kassierer.Heute tagt die Referentenkommission der Stiftung am Schloss Charlottenburg. Dort fahren die Streikenden mit Bussen vor, um Druck zu machen. Spätestens gegen Mittag wollen sie zurück an ihren Schlössern und Gärten sein.Nach Angaben von Klappenbach ist an weitere Streiks noch nicht gedacht. So sei bisher nicht diskutiert worden, publikumswirksame Veranstaltungen wie das Treffen von 40 Nobelpreisträgern im Neuen Palais im Juni oder die Schlösser-Nacht am 20. August zu bestreiken. Die Gewerkschaft Verdi sei aber weiter im Gespräch mit der Direktion. Nächster Termin: 1. Juni. (elm.)
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