Fünf Millionen Dollar für ein Radieschen, Gender-Workshops für jordanische Ingenieurinnen und ein Wertewesten, der sich selbst für das Maß aller Dinge hält: Horst Rudolf hat fast fünf Jahrzehnte deutsche Entwicklungspolitik von innen erlebt – als UN-Berater, Diplomat und Botschafter in Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Interview rechnet er mit Hybris, Besserwissertum und teuren Fehlschlägen ab, erklärt, warum ein Drittel aller Projekte kontraproduktiv war – und warum ausgerechnet Deutschland heute selbst dringend „Hilfe zur Selbsthilfe“ bräuchte.
Entwicklungspolitik
Ein Insider packt aus: Warum nicht die dritte Welt Entwicklungshilfe braucht, sondern wir
Fünf Jahrzehnte lang war Horst Rudolf als Diplomat und Entwicklungsökonom weltweit unterwegs. Sein bitteres Fazit: Ein Drittel der Entwicklungshilfeprojekte scheitert.
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Deutschen Hilfsgüter werden am Flughafen von Rangun entladen.
© Ute Grabowsky/photothek.net
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