Über den Sinn oder den Unsinn des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche wurde lange gestritten. Mitte 1994 setzten sich die Maurer durch. Da aber schon in dieser Zeit Geld für nationale Aufbauprojekte fehlte, mußten Spenden fließen. So gab die Dresdner Bank einen Stifterbrief als Steuersparmodell heraus. Theo Waigel ließ Sondermünzen drucken. Sogar Lego beteiligte sich mit Frauenkirchen zum Selberbauen an der Trümmerbeseitigung. Komischerweise standen sächsische Unternehmen nicht in vorderster Spendenfront. Das soll nun anders werden. Der Leipziger Benno Verlag spendet pro verkauftem Kinderbuch "Abenteuer Frauenkirche" fünf Mark. Im bunt illustrierten Werk entdecken Katrin, ihre Oma und ein Leierkastenspieler das Bauwerk. Den kulinarischen Spendenweg beschreitet die Riesaer Teigwaren GmbH. Zehn Prozent des Verkaufserlöses der Nudel-Premiummarke "Gold Traum" kommt dem Wiederaufbau zugute. Hoffentlich ist die Bißfestigkeit der Nudeln inzwischen verbessert. Zu DDR-Zeiten waren sie das Gegenteil von al dente. Wir wollen eine knackige Frauenkirche keinen Matschberg an der Elbe. (joe.)
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