Durch Olympia-Gold werden in Lillehammer nur wenige wirklich reich. Die Stars wie Alberto Tomba. Katarina Witt, Jayne Torvill/Chrlstopher Dan oder Johan Olav Koss besaßen vor Olympia schon ihren hohen Marktwert.Ein Alberto Tomba, dessen Jahreseinnahmen auf rund acht Millionen Mark geschätzt werden, hat den Sieg In Lillehammer gar nicht nötig, denn diese Summe ist kaum steigerbar. Gleiches trifft auf die Seriensieger Jahan Olav Koss und Björn Daehlie zu. Deren ohnehin hoher Marktwert ist auf Norwegen begrenzt, kann sich allenfalls verdoppeln. Reicher kann am ehesten vielleicht Eissternchen Nancy Kerrigan werden, doch die reiste nach einem Publicity-Rummel ohnegleichen schon als Dollar-Millionärin zu den Spielen.Kunstläufer langen zuDie Kringeldreher allein sind in der Lage, Millionen zu verdienen. Nur sie können auf dem amerikanischen Markt Quellen erschließen, die anderen Sparten verschlossen bleiben. Doch ob Torvill/Dean, Nancy Kerrigan oder Katarina Witt Sie alle haben ihre Schäfchen längst im trokkenen. Der deutsche Star verdient 1994 auch ohne Medaillenchance mehr als die vier bisher mit Gold dekorierten Landsleute zusammen.Auf gut drei Millionen Mark per anno werden die Einnahmen der Chemnitzerin geschätzt, die lukrative Verträge und Beteiligungen an zwei Firmen in den USA besitzt.Rund 1,5 Millionen im Jahr dürfte Katja Seizinger nach dem Abfahrtsgold kassieren, eine dreiviertel Million Markus Wasmeier, knapp ein Drittel des Schlierseers kann Rodel-Olymplasleger Georg Hackl einstreichen. Und kaum mehr auch Jens Weißflog.Vor allem dann nicht, wenn der "deutsche Adler" die Bretter in die Ecke stellt und in spätestens zwei Jahren deutlich an Marktwert verloren haben wird. "Ich mache ganz bestimmt nicht weiter", versicherte der 29jährige Oberwiesenthaler, der die berufliche Zukunft bei einer Krankenkasse (AOK) in den Mittelpunkt stellt.Weißflogs Privatsponsor und ein paar andere Geldgeber werden fünfstellige Beträge aus der Tasche ziehen. Aber hinsichtlich der Vermarktbarkeit des Goldes macht sich Weißflog angesichts des Karriereendes nichts vor. "Warum soll Ich jetzt wegen der paar Wochen noch einen Manager nehmen?"Wasmeier verdiente gutWährend Wasmeier noch am Tag seiner Goldjagd durch Prämien und neue Kontrakte rund 300 000 Mark kassierte, Katja Seizinger auf einen Schlag eine ähnliche Summe verdiente, konnte Hackl seinen bisherigen Marktwert von rund 100 000 Mark verdoppeln.Eine mittlere fünfstellige Summe ist das Rodel-Silber für Susi Erdmann wert, und auch die anderen deutschen Medaillen tragen keine sechsstelligen Mark-Beträge ein. Kaum mehr als 100 000 Mark hätte Frank Luck erwarten dürfen, wäre er im 20-km-Biathlon vier Sekunden schneller gewesen.Jansen-Film geplantDas große Geld winkt neben Eiskunstläufern allenfalls Alpinen. Anderen Sportlern gelingt dies nur bei ganz spezieller Konstellation. Selbst das Jahreseinkommen des Norwegers Björn Daehlie, der zum erfolgreichsten männlichen Wintersportler aller Zeiten avancierte, wird durch weiteres Gold nur geringfügig erhöht. Denn der internationale Markt bleibt den meisten verschlossen, der amerikanische gibt selbst für die US-Sieger nicht viel her.Abfahrtssieger Tommy Moe kann nur dann viel Geld machen, wenn er schnell Kontrakte schließt: In wenigen Monaten ist sein Name vergessen. Anders bei Dan Jansen, der auch ohne Gold schon gut im Geschäft war. Das Happy-End mit dem 1000 -Sieg zahlt sich dann aus, wenn Hollywood die Story seines Lebens wirklich als filmreif erachtet.Gehören zu den Großverdienern: Jayne Torvill/Christopher Dean.
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