Influenza

Grippewelle rollt an: Was uns diesen Winter erwartet – und wo Keuchhusten droht

Die Grippesaison steht vor der Tür, doch wie heftig wird sie? Während Rhinoviren bereits die Praxen füllen, stehen Experten vor einem Rätsel.

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Eine erkältete Frau putzt sich die Nase: Derzeit dominieren in Berlin klassische Erkältungsviren. Doch wann beginnt die Grippewelle? (Archivbild)

Eine erkältete Frau putzt sich die Nase: Derzeit dominieren in Berlin klassische Erkältungsviren. Doch wann beginnt die Grippewelle? (Archivbild)

© Christin Klose/dpa-tmn

Vielleicht ergeht es den Berlinern ähnlich wie den Japanern. Dort hat die Grippewelle in diesem Jahr früh begonnen. Nur einmal seit 1999 setzte sie noch früher ein. Vielleicht wird die Saison aber auch wie in Australien ausfallen, relativ mild. Noch lässt sich das nicht seriös vorhersagen. Fest steht nur, dass in Berlin die Zeit der Infekte angebrochen ist.

Es sind vor allem Erkältungen, die den Menschen im Moment zu schaffen machen, in der Hauptstadt, in Deutschland insgesamt. Bundesweit traten im Stichprobennetz der Arztpraxen, der sogenannten Sentinel Surveillance, von Ende August bis Ende September Rhinoviren am häufigsten auf mit einer Positivrate von 38 Prozent. Es folgten Para-Influenzaviren mit 13 und Adenoviren mit drei Prozent. Sars-CoV-2 und die harmloseren saisonalen Coronaviren spielten kaum eine Rolle, sie lagen bei je zwei Prozent, Influenzaviren bei einem Prozent.

Es handelt sich somit um einen typischen Saisonauftakt, wobei jedoch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin bei Keuchhusten einen ungewöhnlich starken Anstieg verzeichnet. Allein in der jüngsten Berichtswoche wurden der Landesbehörde 18 Fälle gemeldet, „die höchste wöchentliche Fallzahl in diesem Jahr“, wie das Lageso mitteilt.

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