England

„Großbritannien ist keine Demokratie mehr“: Britain-First-Chef Paul Golding im Interview

Der Vorsitzende der rechten Partei fordert Massenabschiebungen, verteidigt den Brexit und wirft den „Eliten“ vor, Großbritannien bewusst verändern zu wollen. Wie begründet er diese Positionen?

9 Min
Paul Golding bei einer Demonstration von „Britain First“ gegen Muslime und Einwanderer.

Paul Golding bei einer Demonstration von „Britain First“ gegen Muslime und Einwanderer.

© Mimi Mollica für Berliner Zeitung

Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört Britain First zu den bekanntesten Akteuren am rechten Rand der britischen Politik. Und das, obwohl die Partei bei Wahlen bislang keinen nennenswerten Erfolg verbuchen konnte. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Britain First, 2011 von ehemaligen Mitgliedern der British National Party (BNP) gegründet, setzt auf eine kompromisslose Anti-Migrations-Rhetorik, öffentlichkeitswirksame Protestaktionen gegen den Islam und auf eine starke Präsenz in den sozialen Medien. Bis heute wird die Partei, die nach eigenen Angaben zwischen 6000 und 20.000 Unterstützer hat, bei Wahlen unter „Sonstige“ aufgeführt.

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