Gefühlte 84 Jahre ist es her, als Steffi Graf, Boris Becker und Michael Stich auf den Sand-, Hart- und Rasenplätzen groß aufspielten. Seitdem folgt im deutschen Tennis jedem Minihoch ein Megatief. Das soll nun anders werden. Wieder einmal. In Schlagweite der Traumfabrik Hollywood hat Thomas Haas in der Nacht zum Montag seinen dritten Turniersieg in diesem Jahr gefeiert. In drei Sätzen (4:6, 7:5, 6:3) besiegte der 28-Jährige Dimitri Tursunow. Okay, der Russe ist nicht der begnadetste aller Filzballjäger - aber Haas glänzte mit Biss, Geduld und Spielwitz. In knapp einem Monat beginnen nun in New York die US Open, und der gebürtige Hamburger will dort seinen ersten Grand-Slam-Titel gewinnen. "Wenn ich diese Form halte, wird es für niemanden ein Vergnügen sein, gegen mich zu spielen", sagt Haas. Das klingt gut. Es wäre aber auch höchste Zeit, dass großen Worten endlich einmal große Taten folgen. Sonst bleibt ja wieder alles beim Alten. (köl.)
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