Am Mittwochmorgen, kurz nach 8 Uhr, kam es in der Dresdner Friedrichstadt vor einem Netto-Supermarkt zu einer Schießerei mitten in Dresden.
Zeugen hatten via Notruf gemeldet, dass ein Mann mit einer Schusswaffe im Bereich der Menageriestraße auf Menschen ziele und daraufhin in den Einkaufsmarkt gegangen sei, so die Polizei. Die Dresdner Polizei rückte sofort aus, unter ihnen auch Spezialkräfte für lebensbedrohliche Einsatzlagen.
Als der 41-jährige Türke wieder aus dem Markt kam, hielt er nach Polizeiangaben „eine Art Muskete in der Hand“.
Eine Augenzeugin wird ihren Morgeneinkauf im dortigen Markt nie vergessen: „Ich bin früh ganz normal zu meinem Netto-Markt gegangen und da kam mir der Mann mit einer Pistole in der Hand entgegen. Wir haben uns angeschaut, ich hab dann noch meinen Hund zur Seite genommen (...) und wollte dann erstmal nur noch weg. Dann bin ich in die Filiale rein, wollte die Polizei anrufen, aber da kam die Polizei schon.“ Sie sei dann doch neugierig wieder vor die Filiale gelaufen und habe die Schießerei gefilmt.
Die Beamten riefen mehrmals „Waffe runter!“. Doch der Mann reagierte nicht, rief „Allah ist groß“, dann fielen Schüsse. „Mehrere Polizisten haben von der Dienstwaffe Gebrauch gemacht“, bestätigt Polizeisprecher Marko Laske der OAZ. Weitere Verletzte gab es nicht.
Einer der Schüsse beschädigte auch die Frontscheibe eines unbeteiligten, geparkten Fahrzeuges.
Die Heckscheibe dieses geparkten Audis wurde bei der Schießerei zerstört
© Roland Halkasch
Die Waffe des Tatverdächtigen wurde sichergestellt. Ob diese scharf war, wird untersucht – ebenso „wie die Rechtmäßigkeit des Dienstwaffengebrauches der Polizeibeamten“, so der Polizeisprecher weiter.
Gegen den Türken wird nun wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Die Motivation des 41-Jährigen ist noch unklar, er befindet sich derzeit zur Notfallbehandlung im Krankenhaus.
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