Grüne Liga will Fledermäuse schützen

Steine mit Löchern zum Bau empfohlen

Matthias Wolf
1 Min

Durch Bau-, Abriss- und Sanierungsarbeiten verlieren immer mehr geschützte Vogel- und Fledermausarten ihre Nist- und Wohnstätten an Berliner Hausfassaden. Mitarbeiter der Grünen Liga und des Naturschutzbundes wollen dieser "Wohnungsnot" in den Bezirken Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Weißensee entgegentreten. "Wir wollen, dass bei der Sanierung und dem Neubau von Gebäuden Unterkünfte für die Tiere mit eingebaut werden", sagt Projektleiterin Tanja Thiele. Zum Beispiel bieten Betonsteine mit Einschlupflöchern eine Unterkunft für Mauersegler oder Spatzen. Für Fledermäuse empfiehlt sie Fledermausziegel, die auf Häuserdächern montiert werden können.Vor einem Jahr rief die Grüne Liga das Projekt "Artenschutz an Gebäuden" ins Leben. Noch würden Bauherren aber viel zu wenig Rücksicht auf die Tiere nehmen, so die Liga. Gefördert wird das Projekt von der Initiative URBAN aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Berlin. "1997 gab es nur noch halb so viele Turmfalkenpaare in Berlin wie 1990", sagt Katrin Koch vom Naturschutzbund Berlin. Die Zahl der Haussperlinge ging innerhalb von 20 Jahren sogar um zwei Drittel zurück. Besonders gefährdet sind Fledermäuse. (mw.)

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner