Verkehr

Neue Tramlinien in Berlin: Grüne in Tempelhof-Schöneberg machen Druck

Das Straßenbahnnetz soll quer durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg ausgebaut werden. Das dürfe nicht erst in 20 Jahren umgesetzt werden, monieren die Grünen.

BLZ
2 Min
Der Ausbau des Straßenbahnnetzes im Berliner Süden muss umgesetzt werden, fordern die Grünen in Tempelhof-Schöneberg

Der Ausbau des Straßenbahnnetzes im Berliner Süden muss umgesetzt werden, fordern die Grünen in Tempelhof-Schöneberg

© Joerg Carstensen/dpa

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg setzt sich für die geplante Erweiterung des Straßenbahnnetzes im Bezirk ein. In einem entsprechenden Antrag will die Fraktion einer Mitteilung zufolge das Bezirksamt auffordern, die Finanzierung der Projekte durch die zuständigen Senatsstellen sicherzustellen. Es handelt sich um Erweiterungen der Strecken vom Alexanderplatz zum Kulturforum und von Johannisthal in die Gropiusstadt sowie deren Verlängerung Richtung Rathaus Steglitz und Marienfelde.

„Wir müssen weiter in den ÖPNV investieren, statt nur zu sparen“, sagte Ralf Kühne, Sprecher der Grünen für Stadtentwicklung, einer Mitteilung zufolge. „Diese Verkehrsprojekte dienen der Weiterentwicklung unserer Stadt und dürfen nicht erst in 20 Jahren oder noch später umgesetzt werden – dem Klima und der Bevölkerung zuliebe.“

Nach Ansicht der Grünen wird die geplante Straßenbahnverbindung vom Potsdamer Platz zum Rathaus Steglitz den Verkehr auf einer wichtigen Streck vom Südwesten Berlins in die Innenstadt entlasten.„Sie ist ein Baustein bei der Verbesserung des Mobilitätsangebotes in den äußeren Gebieten des Bezirkes, entlastet den jetzt schon dichten Busverkehr und schafft eine bisher fehlende, leistungsfähige tangentiale Verbindung.“ Die Verbindung soll entlang der stark befahrenen Potsdamer Straße, der Hauptstraße, der Rheinstraße und der Schlossstraße laufen.

„Die Tram ist leistungsstark, barrierearm und in der Bevölkerung akzeptiert“, sagte Kühne der Mitteilung zufolge. „Sie verfügt im Vergleich zum Busverkehr über eine hohe Beförderungskapazität und Reisegeschwindigkeit bei geringem Personaleinsatz und im Vergleich zum U-Bahnverkehr über kürzere Haltestellenabstände und einen direkten Kontakt der Fahrgäste mit ihrer Umgebung.“

Quelle: Mitteilung der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in der BVV Tempelhof-Schöneberg

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