Naturschutz

„Grünes Band“: Ehemaliger DDR-Grenzstreifen wird zum Naturschutzprojekt

Im Dreiländereck von Sachsen, Thüringen und Bayern entsteht ein einzigartiger Biotopverbund. Bund und Länder investieren zunächst eine Million Euro in die Planung.

2 Min
Die Saale, hier bei Hirschberg, ist einer der wichtigsten Flüsse am „Grünen Band“.

Die Saale, hier bei Hirschberg, ist einer der wichtigsten Flüsse am „Grünen Band“.

© Andreas Drouve/dpa

Im Dreiländereck von Sachsen, Thüringen und Bayern ist das Naturschutzgroßprojekt „Grünes Band“ offiziell gestartet worden. Das Projektgebiet ist Teil des rund 1400 Kilometer langen Biotopverbunds entlang des ehemaligen Grenzstreifens zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Der Planungsraum „Dreiländereck“ umfasst einen 95 Kilometer langen Teilabschnitt und damit sieben Prozent der Gesamtlänge.

Bis 2028 soll den Angaben zufolge zunächst ein Managementplan für Schutz und dauerhaften Erhalt der Fläche entwickelt werden.

Vorstoß für Unesco-Anerkennung

Für die Planungsphase werden laut der Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Bettina Hagedorn (SPD), rund eine Million Euro investiert. 75 Prozent kommen vom Bund, weitere 15 Prozent tragen Bayern, Sachsen und Thüringen entsprechend ihres Flächenanteils. Zehn Prozent übernimmt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Anschließend könne das Naturschutzprojekt für weitere zehn Jahre gefördert werden, hieß es.

Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Bayern, Martin Geilhufe, warb zugleich für die Ernennung des „Grünen Bandes“ zur weltweit ersten kombinierten Natur- und Kulturerbestätte der Unesco. Natur und Geschichte gehörten hier zusammen, sagte er. Es sei eine einzigartige Erinnerungslandschaft und ein lebendiges Symbol für Frieden, Freiheit und Demokratie. (mit dpa)

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