Für die meisten von uns gehören Polizisten zum Alltagsbild. Oftmals werden sie in ihrem Dienst von Hunden unterstützt, sei es bei Großveranstaltungen oder beim Streifelaufen. Doch nur wenige wissen, wie ein Hund eigentlich zu einem so wichtigen Freund und Helfer der Polizei wird.Wir, die Klasse 5 c der "8. Grundschule in Französisch-Buchholz", durften bei den Diensthundeführern in Ruhleben einmal etwas genauer hinter die Kulissen schauen.Mit einem Projekttag bereiteten wir uns auf dieses Ereignis vor. So fertigten wir ein kleines Buch an, in dem jeder Schüler aufschrieb, wie er sich die Ausbildung zum Polizeihund vorstellt. Wir waren neugierig, was davon wohl zutrifft, und hatten deshalb jede Menge Fragen.Als wir nach einer langen Fahrt ankamen, wurden wir zuerst in einen kleinen Raum geführt, wo uns Polizeihauptmeister Michael Gutwillinger empfing. Er war sehr sympathisch, und geduldig beantwortete er alle unsere Fragen. Von ihm erfuhren wir zum Beispiel, dass drei Hunderassen als Polizeihunde ausgebildet werden, nämlich Schäferhunde, Rottweiler und Riesenschnauzer. Den größten Anteil machen dabei die Schäferhunde aus, weil sie besonders lernwillig und gefügig sind. Ausbildung dauert 14 WochenDie Hunde müssen für den Polizeidienst sehr viel Ausdauer besitzen und dürfen keine Angst zeigen. Erstaunt hörten wir, dass ein Grundlehrgang vierzehn Wochen dauert. In diesem Lehrgang wird den Hunden "Gehorsam" beigebracht. Das heißt, dass sie auf bestimmte Hörzeichen wie Sitz, Steh oder Platz zu reagieren lernen. Die Hunde werden privat im Alter von ein bis vier Jahren gekauft und leben dann in der Familie des Hundeführers. Meistens entsteht dann zwischen dem Hund und seinem Besitzer eine richtig enge Freundschaft. Wenn der Hund dann alt ist und nicht mehr für den Polizeidienst verwendet werden kann, können sich die Hundeführer oft nicht von ihm trennen. Es kommt aber auch vor, dass die Hunde beißen oder aggressiv werden. Wir bekamen wichtige Tipps, wie man sich in einem solchen Fall Hunden gegenüber verhält. Freundliche Hunde wedeln mit dem Schwanz. Stellt ein Hund diesen jedoch auf, spitzt die Ohren und zieht die Lefzen hoch, dann sollte man vorsichtig sein und sich sehr langsam bewegen. Wer wegrennt, bringt sich erst richtig in Gefahr. Wenn ein Hund schon zugebissen hat, muss man versuchen, sich nicht zu rühren. Dann lässt der Hund in den meisten Fällen los. Aber das ist natürlich gar nicht so einfach, wenn man Angst und Schmerzen hat.Als wir den Hundeübungsplatz besuchten, wurde einigen von uns etwas komisch zu Mute, als ein großer Schäferhund herangeführt wurde. Zum Glück konnten wir uns aber überzeugen, dass der Hund bei seiner Grundausbildung gut aufgepasst hatte. Er gehorchte seinem Hundeführer aufs Wort. Als Höhepunkt wurde uns vorgeführt, wie der Hund angreift, wenn er einen Verbrecher jagt. Der Hund verbiss sich richtig in den Ärmel des Polizisten. Natürlich war dieser dick gepolstert, so dass nichts passieren konnte. Trotzdem gehört wohl eine große Portion Mut dazu, so mit den Hunden zu trainieren. Für uns war dieser Tag sehr interessant.Klasse 5 e, 8. Grundschule in Französisch-Buchholz, Pankow
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